Megaphon-Effekt durchs Mikro

  • Hallo,

    in erster Näherung mit einem kleinen EQ in "Telefonqualität"-Einstellung (Übertragungsbereich 300...3400 Hz), also Höhen und Tiefen radikal wegschneiden. Ein bißchen zusätzliche Verzerrung schadet auch nicht. Könnte man am Mischpult mit einem Git-Verzerrer am Insert versuchen...


    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi!
    Nehme ein altes Telefon, bau die Sprechkapsel aus und benutze die als zweites "Mikro" an den Ständer. Schicke das Signal an einen eigenen Mischpultkanal und drehe den Gain ordentlich auf. Vieleicht brauchst Du dann gar keinen EQ mehr:)
    So würde ich es machen...
    Servus
    Range

    [FONT="Comic Sans MS"]...wieder was gelernt![/FONT]

  • cool, klingt gut... mal gleich im proberaum experimentieren...

    wobei ist man dann nicht vom mischer abhängig wie das teil klingt obwohl das ist man immer... im schlimmsten fall dreht er es zu oder garnicht auf ...

    hab mir auch schon überlegt eben ein zweites mikro auf der bühne das über einen verzerrer an einen zweiten git-amp angeschlossen ist, das dann auch ordentlich mikrofoniert wird. und auf knopfdruck kann der effekt dann dazu kommen... ist hald relativ aufwendig dann...


    aber ja über den mischer mit einer di-box und einem kleinen effektboard für die stimme... könnte klappen...

  • ...da ist meine Version aber billiger!
    Und bei der Qualität einer alten Kohle-Sprechkapsel kann auch das Mischpult nix mehr am Klang verbessern;D
    Mehr Sound für weniger Geld geht nicht!!
    Servus
    Range

    [FONT="Comic Sans MS"]...wieder was gelernt![/FONT]

  • Hallo,

    bei den Sprechkapseln ist zu bedenken:

    alt: Kohlekörnermikrofon: zusätzliche Spannung (DC) und Entkopplungskondensator erforderlich.

    neu: U. U. Elektret-Mikro, ebenfalls Spannung erforderlich - und die Übertragungsqualität ist "zu gut" für deinen Zweck, der "Telefoneffekt" ensteht erst über die Leitung/in den Vermittlungsanlagen.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Mal ganz anders betrachtet:
    Wieviel bleibt beim Publikum vom Megaphoneffekt hängen, wenn es nix zu sehen gibt? Falls bei euch nicht bloß Mucker und Tontechniker in den ersten Reihen stehen, würde ich mal vermuten, dass kaum jemand den Effekt mitbekommt, geschweige denn kapiert, was es darstellen soll.
    Wär es nicht sinnvoller, dafür zu sorgen, dass der Junge eine Hand freibekommt? Megaphon halten und Hammer ons / Pull offs weiterspielen kriegt man doch mindestens hin...

  • ja, also der megaphoneffekt sollte schon kommen also verzerrt/lofi sollte es schon klingen.

    klar original ist mit megaphon aber dann braucht man einen zweiten der gitarre spielt :) hab mir auch überlegt ein mikro/megaphon aufsatz für den ständer... sieht aber beschissen aus irgendwie :)

    so als beispiel, wenn man sich "the strokes" anhört... das sollte so klingen :)

  • Hallo
    Bau doch das Megaphon so um, das du ein beliebiges Mikro anschließen kannst.
    Dann kannst du es da hinstellen, wo es nicht nervt und du hast mit dem richtigen
    Mikro keine Rückkopplungen. Der schlechte Sound sollte dabei auch größtenteils
    erhalten bleiben. Gruß --.-loco

  • Zitat von Fischfix;252908


    so als beispiel, wenn man sich "the strokes" anhört... das sollte so klingen :)

    Strokes-Vocal-Sound kannst Du auch ohne Megaphon bekommen... einfach den Gesang vom EQ oben und unten begrenzen und n bissl mitten rein. und evtl. etwas übersteuern und kompressor.. sollte an jedem einigermaßen guten Mischplatz gehen....

    PS: oder noch besser: lass das Mikro über nen Gitarrenamp laufen, und nimm den ab. - Das ist der originale Lo-Fi-Sound!

  • Hallo,

    Zitat

    Strokes-Vocal-Sound kannst Du auch ohne Megaphon bekommen... einfach den Gesang vom EQ oben und unten begrenzen und n bissl mitten rein. und evtl. etwas übersteuern und kompressor..

    (Loriot) ach was!

    Ich zitiere mich dann noch mal selber (Beitrag #2):

    Zitat

    in erster Näherung mit einem kleinen EQ in "Telefonqualität"-Einstellung (Übertragungsbereich 300...3400 Hz), also Höhen und Tiefen radikal wegschneiden. Ein bißchen zusätzliche Verzerrung schadet auch nicht. Könnte man am Mischpult mit einem Git-Verzerrer am Insert versuchen...

    ;D;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • yep, würds auch mit nem EQ machen. würd den bereich um 2k herum ziemlich aufdrehen und alles andere cutten. sollt passen. wie gesagt, ev. ein wenig übersteuern bzw verzerren... geht aber auch wenn du sehr nah am mikro singst, einfach WIRKLICH nah ran mit den lippen! :cool:

  • Zitat von dronerstone;252933

    yep, würds auch mit nem EQ machen. würd den bereich um 2k herum ziemlich aufdrehen und alles andere cutten. sollt passen. wie gesagt, ev. ein wenig übersteuern bzw verzerren... geht aber auch wenn du sehr nah am mikro singst, einfach WIRKLICH nah ran mit den lippen! :cool:

    Also ein halbwegs vernünftiges Mikro z.B. SM58 übersteuert dann bestimmt nicht. Das kannst du ja in die Basedrum reinlegen ;D


    Gruß Daniel

  • ja ein zweitergitarrenamp schaeint wohl die stylishste lösung zu sein... hmmmm sans amp? :)

    also mich interessieren eigentlich alle lösungen bei denen der mischer NIX falsch machen kann außer die lautstärke... gibt nix schlimmeres als irgend ein bekiffter mischer der nicht peilt dass man ein stereo-setup beim soundcheck hatte und dann den zweiten kanal einfach nicht aufdreht oder noch schlimmer, nur den zweiten aufdreht.

    ich werd mal mit zerrern und mikro direkt über xlr-klinge ausprobieren... vielleicht ein SansAmp???

  • Hallo,

    Direkt Mikro - Zerrer - Gitarrenamp ist nicht so toll... da pfeifts ohne Ende. Ohne zusätzliche EQ-Einstellungen (nicht das Tonestack vom Gitarrenamp) oder einen Feedback-Destroyer wird das nix. Also besser: Mikro - Mischpult - Zerrer - PA oder GA. Wobei der Zerrer auch eher dezent eingesetzt werden sollte.

    Interessant wäre es vielleicht, sowas direkt in eine Box zu integrieren - also ein einfacher Zerrer mit einfachem EQ, der mit zwei Potis ein Beschneiden der entsprechenden relevanten Frequenzen zulässt. Müsste allerdings auf XLR und Phantomspeisung ausgelegt sein.

    Gruß,

    Franz.

  • Was gut geht ist das hier:
    http://www.thomann.de/de/tc_electronic_voicetone_create.htm
    Aber ich glaube mal nicht, dass irgendjemand normalsterbliches das teil nur wegen dem Telefon / Megaphon kaufen würde...
    Wenn man das ding wirklich ausnutzt, dann ist es meiner Meinung nach nicht mal überteuert...
    Liebe Grüße... Jan

    Edit:
    Habs ganz vergessen:
    Das Swissonic MP101 selber kenne ich zwar nicht, es sieht aber irgendwie schwer nach nem Behringer Tube Ultragain clon aus (Ja, auch sowas solls geben, gerade von Thomann hausmarken wie Swissonic)... Und der klingt wenn man ihn überfährt einfach nur hässlich...

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!