Re: Genervt vom Vintage-Kult
so ich komme spät aber ich will jetzt auch mal was sagen! ![]()
zuerst finde ich das modern und vintage zum teil als gegensatz gehandelt wird. im laufe der zeit entwickeln sich gitarren, amps, effekte und spielerInnen eben. und das hängt von sehr vielen faktoren ab, zum beispiel den einsatz neuer werkstoffe oder technologien. dass es da entwicklung gibt ist ja sehr wünschenswert, aber daraus leite ich zumindest keinen gegensatz ab. denn hätte leo fender nicht seine strat (form, pickupanordnung, bauweise etc) gäbe es meine heigeliebte musicman axis auch nicht. ich danke leo fender für sein bahnbrechende idee und dass er den bau meiner klampfe ermöglicht hat.
zum zweiten: ich liebe einfach den sound meines (in meiner zeit entwickelten) equipments. ich liebe zugleich den sound von jimi oder den doors. aber eben auch weil sie aus einer bestimmten zeit stammen und mit dem sound auch ein spezielles gefühl der damaligen zeit verbunden ist. das gefühl existiert heute nich mehr (jedenfalls nur noch zu sehr geringem teil). ich fühle mich einfach nicht danach jimis sound zu spielen und möchte meine eigenen sound haben.
mein equipment ist wirklich nicht vintage, aber ich besitze ein copycat bandecho und setze es auch ein. aber nicht weil ich vintage fan bin, sondern weil der sound einfach zu meinen soundvorstellungen passt. ich mache da keinen unterschied zwischen alt und neu. wenn es dazu passt, dann sollte man diese (vintage) sachen auch nutzen.
kurz und gut: jedem das seine! und daraus lässt sich jeder individuelle ton eben schaffen! letzendlich muss mich der ton eines gitarristen überzeugen. und ob er das mit yamaha klampfe, line 6 pod und fetter pa macht oder mit 60er strat und marshall verstärker wand is mir zumindest wurscht!
ben