Ein Schalter ist nun einmal keine Lötstelle, der Kontaktdruck ist immer begrenzt und nimmt dazu auch noch mit der Zeit stetig ab (Materialermüdung nennt sich das).
Nach ca. 2-3 Jahren täglichen Gebrauch ist sogar eine highend Klinkenbuchse und ein guter Schalter in einer Gitarre nur noch Schrott. Nach dem Austauschen merkt man dann, dass der Sound wieder stimmt. Bei billigen Schaltern ist der Kontaktdruck eher gering und manche Schalter sind schon nach ca. 6 Monaten ausgeleiert. Nach ca. einem Jahr sind die Kontakte oft oxydiert und verschmutzt, was einem guten Kontakt und Sound ebenso entgegenwirkt.
Die Induktivität in Drähten kann man getrost vernachlässigen. Bei abgeschirmten Leitungen (die braucht man in FX und Verstärkern eigentlich gar nicht) wirkt sich die Kapazität negativ aus und klaut Höhen. Ausprobieren kann man das mit fast jedem Rackpreamp mit einer rückseitigen Inputbuchse, die ist fast immer mit ca. 20cm abgeschirmter Beldon-Leitung verkabelt und verwandeln jedes gute Gitarrenkabel in eine Billigausführung.
Gruß, Jürgen