parametrischer EQ oszilliert

  • Hallo,
    ich bin gerade dabei, mir eine A/B-Box zu bauen, mit welcher ich zwei Bässe auf einen Ausgang schalten kann.
    Dabei habe ich jedem Eingang eine Preamp spendiert, um die Pegel anzugleichen. Für den Preamp habe ich diese Schaltung genommen: http://www.musiker-board.de/vb/faq-worksho…p-f-r-bass.html

    Zusätzlich habe ich einem Eingang einen parametrischen Mitten EQ spendiert, welchen ich nach Elkulks Plan aufgebaut habe, inklusive der Spannungsversorgung über den LT1054 (Vielen Dank, schonmal an dieser Stelle!) http://forum.musikding.de/cpg/displayima…?album=15&pos=3.

    Nun funktioniert auch alles recht gut, nur passiert es, dass bei max. Boost die Schaltung zu oszillieren anfängt. (Es hört sich zumindest so an, als wenn sich ein wahnsinniger Synthesizer im Hintergrund dazu mogelt welcher eben in der Frequenz und Intensität
    variiert und schließlich in ein erhöhtes Rauschen übergeht)

    Das Oszillieren tritt bei Batterie-Betrieb und Netzteil gleichermaßen auf.

    Außerdem wundert es mich, dass die Schaltung nach meinem zugegebenermaßen sehr billigen und vom Messbereich sehr ungenauen Multimeter, mit 80mA so viel Strom verbraucht.

    Ich habe meinen Schaltplan mal angehängt. Wäre wirklich toll, wenn sich das mal jemand anschaut, und vielleicht eine Idee hat, woran es liegen könnte.

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    Gruß Christoph.

    P.S. Für den Kondensator C16 habe ich statt den 4.7pF aus Elkulks Schaltplan 10pF genommen, da ich nur einen 10pF da hatte. Könnte das schon die Ursache sein?

  • Hi!

    Hast du schon mal an den Kabeln gewackelt? Wenn sich dadurch was ändert, kann die Ursache bei der Leitungsführung liegen.

    Gruß, Iko

  • Danke für die schnelle Antwort.!
    Ich habe gerade mal geschaut. Das Oszillieren fängt wie gesagt an, sobald der Regler für den Midboost auf über 90% gestellt wird. Wenn ich ihn wieder runternehme, stoppt das Oszillieren auch.
    Wenn ich während des Oszillierens die Platinen bewege, so lässt sich das modulieren. Es könnte also etwas dran sein mit der Kabelführung.
    Ich habe hier mal ein Bild gemacht vom jetzigen Zustand: http://forum.musikding.de/cpg/thumbnails.php?album=189

    Ich habe alle Kabel, zu den Potis verdrillt um wenigstens etwas Ordnung rein zu bekommen.

    Was kann ich das denn jetzt verbessern? Etwas kürzen könnte ich sie wohl noch und wieder "entdrillen"?

    Gruß Christoph

  • Hi!

    Kabel möglichst nahe am Gehäuse verlegen. Möglichst kurz und nicht parallel und dicht beieinander. Keine Schleifen. Sollten sich Kabel kreuzen, dann im 90 Grad Winkel.

    Das gilt natürlich auch für Leitungen auf der Platine.

    Viel Glück.

    Iko

  • Ok, dann werde ich die Kabel auf jeden Fall noch kürzen, und versuchen Deine Ratschläge bezüglich der Verlegung umzusetzen. Ist das verdrillen der Leitungen zu den Potis denn eher schädlich? Parallel sind die ja zwangsläufig.

    Auf der Platine ist es schon etwas eng, aber dafür kreuzen sich da wenigstens keine Leitungen. :D

    Danke, Christoph.

  • Hallo
    Generell macht es Sinn die Versorgungsspannung direkt an den 5532 IC "abzublocken."
    Dazu bei jedem IC jeweils einen 100nF Keramikkondensator an den Plus und zwei
    weitere an die "Minusse"löten. Die jetzt noch freien Kondensatoranschlüsse auf Masse löten.
    Und alles möglichst direkt am IC-Sockel. Das muß dein Problem nicht lösen ,macht die
    Schaltung aber grundsätzlich stabiler. Gruß aus Hamburg --.-loco

  • Danke,

    bei dem NE5532, der für den Preamp zuständig ist, habe ich ja auf Plus die +9V liegen und auf Minus die Masse. Nur beim zweiten die +/- 15V als Versorgungsspannung.
    Bei dem mit 9V also nur bei Plus den Kondensator auf Masse hängen? Oder sollte ich den OP auch lieber mit +/-15V versorgen?

    Gruß Christoph.

    Edit: Oder meintest Du mit "Plus" und "Minussen" den invertierenden und nicht-invertierenden Eingang??

  • Hallo
    Das der erste 5532 nur auf 9V läuft hatte ich übersehen. Da würde ein Kondensator ,wie von
    dir beschrieben von Plus auf Masse genügen. (Also,dann insgesamt 3Stk.)
    Wenn dir der "Headroom" der ersten Stufe ausreicht ,gibt es keinen zwingenden Grund
    die Versorgunsspannung zu erhöhen. Gruß loco

  • Hallo,

    der Headroom des Preamps reicht mir eigentlich, daher hatte ich den nur mit 9V versorgt.
    Einen Sache noch: Meintest Du wirklich 100nF Keramikkondensatoren?

    Gruß Christoph.

  • Nur dass ich dachte, die wären nur im pF-Bereich zu bekommen (da habe ich mich getäuscht, wie ich gerade herausgefunden habe). Gehen denn auch Folienkondensatoren?

    Gruß Christoph.

  • So Kabel erheblich kürzen und der Versuch ein wenig mehr Ordnung bei der Kabelführung zu erreichen hat leider nichts genützt.

    Ich werde morgen mal beim Conrad versuchen so 100nF Keramikkondensatoren zu bekommen, um das auszuprobieren.

    Was mir noch aufgefallen ist: Wenn ich es eine Weile (30-60 sec) vor sich hin osziliert hat, ist das Signal (also das gespielte) deutlich verzerrt. Zurückregeln des Midboost behebt auch dieses sofort. Vielleicht bringt es also wirklich etwas die Spannung zu stabilisieren.

    Gruß Christoph.

  • hi,

    wie verhaltet sich das ganze wenn du

    a) den Trimmer R5 verstellst
    b) die OPs gegen JFet-Typen ala Tl072 tauschst?


    Gruss, kusi

    [center]blue sky[/center]

  • Das Oszillieren tritt auch bei anderen Stellungen des Trimmers auf. Wie sich das Verändern des Trimmers während des Betriebs auswirkt habe ich noch nicht probiert.

    Ich werde das heute Abend mal ausprobieren, auch die OPs zu wechseln.

    Gruß Christoph.

  • Ich habe jetzt mal TL072 OPs eingesetzt und das Oszillieren (also der "Synthesizer") war weg. Dann habe ich zur Probe mal wieder die NE5532 eingesetzt und es blieb trotzdem weg. Ich habe es nicht mehr hinbekommen, auch durch Kabel bewegen diesen "Effekt" zu bekommen.

    Hm, also eigentlich ganz gut, auch wenn ich nicht weiß wodurch es behoben wurde.
    ABER: trotzdem kommt dieses tieffrequente Rauschen nach ca. 1 min. bei Midboost auf Anschlag und das Signal verzerrt dann.

    Bei den NE5532 lässt sich das durch leichtes runter regeln wieder beheben. Bei den TL072 verzerrt es dann auch bei niedrigeren Stellungen des Boostreglers.

    Ich habe auch die 100nF zur Spannungsstabilsierung ausprobiert. Das hatte leider gar keinen Effekt.

    Ich habe das Poti mal so geregelt, das gerade dieses "Rauschen/Zerren" nicht auftritt und dann den Wert gemessen. Das sind dann 24k.
    Die Lösung für Ahnungslose wie mich wäre jetzt wohl einfach ein 22k Poti zu verwenden.

    Auf jeden Fall vielen Dank für den Rat von Euch allen und vielleicht fällt ja jemanden noch etwas ein.

    Gruß Christoph.

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