Marshall 3210 Restaurieren

  • Guten Tag Musikding Forum! :)

    Habe hier einen guten alten Transenamp von ~1985, der mir vor kurzem abgeraucht ist.
    Da ich das Teil mag, aber keine Lust habe mir noch so einen "im sterben liegenden" Amp des gleichen Modells auf Ebay zu ergattern, wollt ich die Kiste wieder auf Vordermann bringen.
    Ich hab einen Schaltplan und auch genug Unterstützung in Form von Fachpersonal (Papa^^) aber weiß leider nicht genau, wo man am besten anfängt.
    Ich denke die Widerstände werden mal drinnen bleiben :), genau wie die Potis, die zuletzt noch gut funktioniert haben.
    Mosfets hab ich hier schon passende (sind die eigentlich Hitzeempfindlich, von wegen Löten?), den Rest würde ich mir bestellen.

    Womit fange ich also sinnigerweise an? Haben Kondensatoren Verschleißerscheinungen? Ich hab hier Folien-, Keramik-, Elektrolyt- und Tantalkondensatoren und auch ein paar Orange Drops auf der Platine versammelt und weiß nicht, welche ich ersetzen sollte. Alle?
    Muss ich eventuell auch eine neue Diodenbrücke holen?
    Transistoren?
    Falls das bei Transen und ICs Modellabhängig ist, hab ich hier jedenfalls mal rausgeschrieben, welche Modelle verbaut sind:
    IC 1,3: TL072
    IC 2 : CA3046
    IC 4,5: MC1458

    TR 1,2,3: BC184
    TR 4: a56
    TR 5,6,9: a06
    TR 7: A93
    TR8: Existiert nicht ??? (Auf der Platine drei Löcher und TR8 als Bezeichnung)
    TR 10: BC212
    TR 11: BC182
    TR 12: 2SK134
    TR 13: 2SJ49

    wäre toll, wenn ihr mir ein paar Anhaltspunkte geben könntet und sagt mir bitte nicht, dass ich die Finger von dem Projekt lassen soll, ich bin mir schon im klaren darüber, dass ich vielleicht einige Zeit brauchen werde.

    liebe Grüße,
    Mario

    [SIZE=5]Lööten![/SIZE]

  • Jupp, zuerst die Endstufentransistoren.
    Danach würde ich mal gucken, ob du Elkos siehts, die bereits erneuert wurden.
    Wenn alle noch Original sind, dann würde ich da als nächstes weitermachen, da die doch nach einiger Zeit austrocknen.

    gruß
    tpgw

  • Hallo,

    Zitat

    Ich hab einen Schaltplan und auch genug Unterstützung in Form von Fachpersonal (Papa^^) aber weiß leider nicht genau, wo man am besten anfängt.

    :o:rolleyes:;):p:D:mad:;D:eek:8):confused:


    Hier mal eine verallgemeinerte Form der Fehlersuche in einem Amp:

    Überprüfen:
    0 Sichtprüfung: Kabel, Bauteile, Sicherungen, Buchsen, Anschlüsse, Platine...

    1. Spannungsversorgung
    1.1 Netzseitig (Kabel, Sicherung, Schalter, Trafo)
    1.2 Amp-seitig

    2. DC-Arbeitspunke
    2.1 im Endverstärker
    2.2 im Vorverstärker/Treiber

    3 Signaltest (dafür ist irgendeine Signalequelle mit z. B. 1 kHz Sinus erforderlich und ein Scope oder mindestens geeignetes AC-Meter oder Audioprobe plus ein Verstärker mit Lautsprecher oder Kopfhörer)

    3.1 an den Lötanschlüssen der Eingangsbuchse beginnend....
    3.n bis zu der Lautsprecher-Ausgangsbuchse/Klemmen

    den Signalverlauf gemäß Schaltplan verfolgen...

    Und du hast ja auch

    Zitat

    ...einen Schaltplan und auch genug Unterstützung in Form von Fachpersonal (Papa^^)...

    PS: Meine (Hightech-)Telefonanlage fiel letzte Woche aus. Grund: Defekter Elko (wurde niederohmig, keine äußeren Kennzeichen). Hätte ich erst mal auf Verdacht einfach alle Halbleiter ausgetauscht könnte ich heute noch nicht telefonieren, wäre aber wahrscheinlich 100... 150 € ärmer...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;241314


    Meine (Hightech-)Telefonanlage fiel letzte Woche aus. Grund: Defekter Elko (wurde niederohmig, keine äußeren Kennzeichen). Hätte ich erst mal auf Verdacht einfach alle Halbleiter ausgetauscht könnte ich heute noch nicht telefonieren, wäre aber wahrscheinlich 100... 150 € ärmer...
    Gruß, Bernd


    Hey Bernd!
    So komplex is das Viech jetz nich, dass ich da bis 100€ ausgeben könnte.
    Ausserdem ist deine Telefonanlage vermutlich nich aus den 80ern, wird nicht mehr gebaut und ist dir in letzter Zeit ans Herz gewachsen.
    Und is natürlich schon lustig, dass es ausgerechnet der eigene Vater ist, der einem ein bisschen unter die arme greifen kann... :rolleyes:
    Aber die Elkos werd ich mal im Auge behalten, scheinen ja echt gemeine kleine Kerlchen zu sein... ;)
    gruß Mario

    Vielen Dank auch an die anderen für die Tipps bisher! :)

    [SIZE=5]Lööten![/SIZE]

  • Hallo,

    es ging mir garnicht darum, ob und in welchem Verwandtschaftsverhältnis deine "Unterstützung" steht sondern wie unterschiedlich "Unterstützung" von Menschen (z. B. von dir und mir...) aufgefasst wird. Also, es ist mir ernst...

    Für mich besteht eine Unterstützung darin daß jmd. ...

    a) die Aufgabe (teilweise) für mich übernimmt (höchste Form)
    b) mir verantwortungsvoll Anweisung/Anleitung zum eigenen Handeln gibt
    c) ungeprüfte Vorschläge/Möglichkeiten zum eigenen Handeln aufzählt (schwächste Form)

    Wir reden ja hier nicht von rein moralischer Unterstützung: "Ich habe zwar keine Ahnung, aber ich stehe voll hinter dir, wenn du jetzt den Strom einschaltest - damit ich nicht getroffen werde." ;D

    Aber noch was zum Technischen: Je nach Alter und Herkunft ist es keine Freude auf solchen Verstärkerplatinen eine Reihe Bauteile auszulöten um neue einzubauen, da sich die Lötaugen/Leiterbahnen ablösen.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;241323

    ...wie unterschiedlich "Unterstützung" von Menschen (z. B. von dir und mir...) aufgefasst wird. Also, es ist mir ernst...

    a) die Aufgabe (teilweise) für mich übernimmt (höchste Form)
    b) mir verantwortungsvoll Anweisung/Anleitung zum eigenen Handeln gibt
    c) ungeprüfte Vorschläge/Möglichkeiten zum eigenen Handeln aufzählt (schwächste Form)


    Neben Moralischer Unterstützung sind alle drei Punkte teilweise dabei.
    Er stellt mir halt Equipment (Regelb. Netzteil, Lötstation, eventuell Oszi und Wellengenerator), erklärt mir grob die Schaltung, sagt mir, wo ich lieber nich dranpacken sollte und gibt mir halt Tipps wie, dass es eventuell die Mosfets sind. (Das Austauschen von denen hat allerdings nix gebracht)
    Aber is ja auch OT...

    Zitat von eBernd;241323


    Aber noch was zum Technischen: Je nach Alter und Herkunft ist es keine Freude auf solchen Verstärkerplatinen eine Reihe Bauteile auszulöten um neue einzubauen, da sich die Lötaugen/Leiterbahnen ablösen.
    Gruß, Bernd


    Kann man da mit niedrigerer Löttemperatur vorbeugen, oder kommt mir das dann halt entgegen, egal was ich mach?
    Es ist jedenfalls schon ein Englischer Marshall ;D, made in Bletchley, falls das was aussagt...

    gruß, Mario

    [SIZE=5]Lööten![/SIZE]

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