Bandmitglieder unpässlich - was tun?

  • Hi,
    Kurze Frage:

    Unser Bassist ist seit zwei Monaten dabei. Ein netter Kerl, technisch gut - und geht jetzt für vier Monate zum Arbeiten nach Wien... Was soll man dazu sagen?

    Bye

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • dumm gelaufen...
    aber 4 monate sind doch ne zeitspanne die man überbrücken kann. oder?

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Theortetisch ja, wird aber schwierig (und wir wollten ja grad erst loslegen). Vor allem befürchte ich, dass das nicht die einzige Abwesenheit bleiben wird, sondern dass das durchaus die nächsten Jahre so weitergeht.

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • Unser Gitarrist ist in den letzten 4 jahren ca. 2 Jahre weg gewesen, ist mir egal ;) gut das Problem bei uns ist nicht so akut da:
    - ich auch Gitarre spiele und einen Gitarristen ersetzen ist einfacher als einen Basser (hat man ja in der egel nur einen)
    - wir waren schon immer gute Kollegen, man schmeisst nicht einen Kollegen aus der Band

    Aber wenn du das lösen willst, dann geh doch so vor:
    - Rede mit ihm, was er nächstens vor hat, wenn er oft weg ist, dann überlegt euch was
    - Wenn es einmalig ist, dann übersteht ihr das, nutzt die Zeit um z.B. Songs zu schreiben

    Einfach etwas darfst du nicht vergessen, der Job geht in der Regel vor der Band... Zumindest dann, wenn man mit der Band nicht Geld verdient, dies sollte man auch akzeptieren

    Grüsse
    Daniel

  • Genau so ist es (leider).
    Bei uns ist es nach 11 Jahren Bandgeschichte genau so gekommen.
    Unser Sänger und Bassist ist zunächst nur für ein Semester nach Bremen. (Wir sind in Ulm)

    Gut sagten wir, das ist überbrückbar.
    Aber jetzt hat er in Bremen das Angebot bekommen dort seine Diplomarbeit zu schreiben und danach die Option auf eine Dissertation.

    Sprich auf die nächsten 5 Jahre oder so wird er nicht mehr ansatzweise Zeit haben um mit uns neue Songs zu machen.

    Das war ein Stich ins Herz für mich. Weil ich hänge an nicht vielem so sehr wie an meiner Band. Aber ich muß das mit einem weinenden Auge akzeptieren, weil:
    Ich zitiere mich selbst sinngemäß ;D "Job füllt Kühlschrank, rocken nicht"

    Wir werden deshalb nicht im Streit die verbleibenden CDs T-Shirts verbrennen sondern haben uns darauf verständigt, ausgewählte Konzerte nach Möglichkeit dennoch zu spielen, und den Stand der Dinge eben zwangsläufig einfrieren. Also neue Songs wird es eben nicht mehr geben.

    Da sind wir dann am Problem. Das macht so nur bedingt Spaß, also suchen wir uns jetzt neue Mitstreiter um etwas neues aufzubauen.

    So was wollte ich damit eigentlich sagen?

    Eine Band ist für die allermeisten Musiker nur ein Hobby unter Freunden.
    Eines das viel Zeit und Geld frisst, und sehr viel Toleranz der Angehörigen erfordert.

    Wenn man sich das vor Augen hält, dann muß man dankbar sein, wenn man für ein paar Jahre ein Band beisammen hat, mit der es Spaß macht zu rocken, mit der man Auftritte bestreitet - mal gute mal schlechte, mit der man ein Album aufnimmt und in Miniauflage an begeisterte Konzertbesucher verkaufen kann.

    Alles was darüber hinaus geht ist nur mit viel Glück, egal wie gut man ist, zu erreichen.

    Und wenn ein Bandmitglied eben aus persönlichen Gründen die Zeit nicht mehr hat dann MUSS man das akzeptieren, so schwer es fällt.

    Es ist nur ein Hobby - in der Freizeit!

    Wenn Du /Ihr es ernst meint, weiter Musik machen wollt und die Zeit und Möglichkeiten dazu habt, dann macht es!

    Es gibt genug Musiker da draußen die ne Band suchen.

    Das müssen wir jetzt auch neu lernen - uns auf die Suche machen. Die Leute und ihren Stil, ihre Fähigkeiten zu akzeptieren lernen und das beste draus zu machen: Musik!

    In diesem Sinne

    LöD

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Zitat von LöD;240841

    Da sind wir dann am Problem. Das macht so nur bedingt Spaß, also suchen wir uns jetzt neue Mitstreiter um etwas neues aufzubauen.

    ...

    Das müssen wir jetzt auch neu lernen - uns auf die Suche machen. Die Leute und ihren Stil, ihre Fähigkeiten zu akzeptieren lernen und das beste draus zu machen: Musik!

    Dann weiß ich ja, wen ich anrufen kann - falls ich spontan nach Ulm ziehe :D

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • wieso?
    wir ham dann beide keinen basser... ;)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Dann spiel ich halt Bass :P ersnthaft, das seh ich eh net so schnell kommen. Wenn Schwaben, dann eher am Albabbruch.

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • Auch wenn wir jetzt hier Hijacking betreiben...
    Wir haben schon X-Mal im Betei gespielt
    Und im Roxi, im Schilli, im Büchsenstadl im Don Bosco...
    Hätte also schon sein können, daß Du mal irgendwo "The Hermans" gelesen haben könntest.

    Grüße
    LöD

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Servus!

    Umso mehr Mitglieder die Band hat, umso mehr verschiedene Charakteren sind unter umständen unter einen Hut zu bringen. Das fängt damit an, dass der eine "grenzwertige" Witze zum brüllen findet, der andere sich aber dadurch massivst ins Mittelalter zurückversetzt fühlt. Wenns da keine Probleme gibt, isses schon mal super.
    Größtes Problem jedoch: mit welcher Priorität gehen die einzelnen Bandmitglieder an die Sache ran? Klar, Job geht vor, doch hilft das den zurückbleibenden auch nicht weiter.

    Wenn ich mit einer Formation weiterkommen will, muss ich, so hart es ist, manchmal harte Entscheidungen fällen. Ein Semester wäre eine überbrückbare Zeit, aber xSemester?
    Wie schon geschrieben wurde, nicht streiten, sonder reden und freundschaftlich auseinandergehen.

    Viele Grüße
    Chris

  • Hallo,

    wenn die Bandmitglieder so weit auseinander wohnen, muss man nicht unbedingt die Band aufgeben. Bei professionellen Bands sind die Musiker eh meist europaweit verstreut und es funktioniert trotzdem. Die schicken sich meistens Aufnahmen per Mail zu und arbeiten daran. Es gibt so viele Tools mit denen man die Proben überbrücken kann. ;)

    Ich habe als Basser bei einer Band die das so macht ausgeholfen und musste mir 4 Tage vor 2 Auftritten das Album raushören und spielen können.
    Ich kannte vorher kein einziges Lied. Wir haben uns dann kurz vorher einmal für eine Probe getroffen, die ca. 2h ging und nur die wichtigsten Sachen beinhaltet.

    Der Sänger kommt aus Trier, der original Basser aus Süd-Frankreich, der Drummer aus nähe Saarland, ein Gitarrist aus Chemnitz und der andere ca. 80km von Chemnitz. Trotzdem funktioniert das.

    - Ideen werden grob eingespielt und weitergemailt
    - Alle Musiker arbeiten an den Ideen und kommunizieren per Instant Messenger etc.
    - Der Sänger legt den Ablauf und den Text fest
    - geprobt wird meistens nur vor Auftritten

    Vorteile:
    - jeder hat mehr Zeit für sich, besonders diejenigen, die schon Kinder haben profitieren davon
    - man ist flexibler und kann zu jedem Zeitpunkt an den Liedern arbeiten.
    - man geht sich mit der Zeit nicht auf die Nerven ;)
    - trifft sich immer bei Auftritten, also dann wenn es am meisten Spaß macht
    - festigt die Band und jeder ist verpflichtet weiterzukommen...

    Nachteile:
    - man sollte sein Instrument beherrschen und professionell arbeiten können
    - seine "Hausaufgaben" machen, wie in der Schule ;)
    - nur Auftritte annehmen die sich wirklich lohnen...

    Viele Grüße,

    Martin

  • Zitat

    wenn die Bandmitglieder so weit auseinander wohnen, muss man nicht unbedingt die Band aufgeben. Bei professionellen Bands sind die Musiker eh meist europaweit verstreut und es funktioniert trotzdem. Die schicken sich meistens Aufnahmen per Mail zu und arbeiten daran. Es gibt so viele Tools mit denen man die Proben überbrücken kann.

    Und wo bleibt da der Spaß? Ich finde in Bands ja gerade erst die Bandproben des sinnvolle, intressante, spaßige. Ab und zu mal jammen... :rolleyes: Zusammen was machen. Ihr wisst schon. Über PC seine Proben zu machen und sich nur bei Gigs zu sehen würde mich nicht reizen. Is halt alles eine Hobby Meinung. Im professionelem Bereich mag das anders sein. MfG

  • Hi,

    die ersten Band-Proben machen sicherlich Spaß. Aber probe mal 2 Jahre mit einer Band (so wie ich, da wir keinen Sänger gefunden haben, jetzt aber endlich einen haben ;) ), das macht nicht mehr so viel Spaß.

    Mir gefällt die professionelle Variante viel besser. Gigs machen im Vergleich zu Band-Proben viel mehr Spaß und bei der Variante ist jeder selbst für sich und sein können verantwortlich. Heißt, man muss weiterkommen, bei Band-Proben wird sehr oft und sehr gerne mal was schleifen gelassen. Mal ehrlich, Bands wo wirklich alle Musiker immer motiviert, angespornt und zuverlässig sind, gibt es fast garnicht mehr.

    Viele Grüße,

    Martin

  • Zitat von mak123;241049

    Und wo bleibt da der Spaß? Ich finde in Bands ja gerade erst die Bandproben des sinnvolle, intressante, spaßige. Ab und zu mal jammen... :rolleyes: Zusammen was machen. Ihr wisst schon. Über PC seine Proben zu machen und sich nur bei Gigs zu sehen würde mich nicht reizen. Is halt alles eine Hobby Meinung. Im professionelem Bereich mag das anders sein. MfG

    Jepp :D So ist es.

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • Zitat von pingufreak83;241057

    Hi,
    Heißt, man muss weiterkommen, bei Band-Proben wird sehr oft und sehr gerne mal was schleifen gelassen. Mal ehrlich, Bands wo wirklich alle Musiker immer motiviert, angespornt und zuverlässig sind, gibt es fast garnicht mehr.

    Und genau DAS ist was, was ich in keiner Band oder Formation vermissen möchte.
    Einfach mal einen geselligen Abend im Proberaum verbringen, blödeln, zwischendurch ein bisschen Musikmachen. Einfach Spaß haben.
    Sicher, wenns dann nur noch gaudi ist, auch wenn Eile geboten ist, machts wenig sinn. Für mich muss beides machbar und vertretbar sein.
    Ich hatte mal die Ehre in einer Tanzband auszuhelfen. Treffpunkt 20Uhr, dann 3 Stunden Probe, kein Späßchen dazwischen, 23 Uhr Ende, kurzer Plausch und alle wieder Heim.
    Als ich dann daheim war, fragte ich mich: "was war denn das jetz???" Ich bins einfach anders gewohnt und wir sind immer weiter gekommen, auch mit 20% blödeln im Schnitt ;)

    Das komplett prof. arbeiten mit Musikern hat allerdings schon seine Reize, denke ich. Jeder bereitet sich genauestens vor und es geht richtig was vorwärts. Auf dauer wärs mir zu fad.

    Griaß
    Chris

  • Hallo LöD

    Hmm, in der heutigen Zeit mit EMail Verkehr ist es nicht möglich, neues Material per elektronischen Weg zum Bandmitglied zu bringen?

    Gruß Ingo

  • Hi Ingo,

    doch das ginge sicher hatten wir uns auch überlegt, es gibt sogar so ne Art online proberaum. wo man übers i-net proben kann.
    Aber der Spaß am proben kommt so halt nicht auf. Das gemütliche im proberaum sich treffen, labern ein Bier trinken und rocken fällt dann hinten runter. Und rocken macht halt auch nur laut richtig spaß das ist dann mit leisen gitarren daheim einfach nicht dasselbe.

    Es kommt eben drauf an, was man will - nur Musik machen oder sich mit Freuden treffen und Musik machen...

    LöD

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Hi :),

    jap, das sind eben zwei paar Schuhe. Es ist schön seine Freunde zu sehen und mit denen ein Bier trinken zu können. Stell dir mal vor du wärst 100km vom Proberaum entfernt, hättest zwei Kinder und einen harten Job ;). Dann kann man sich nicht mehr im Proberaum baumeln lassen und arbeitet lieber von zu Hause aus. Ich schreibe die meisten Lieder in Guitar Pro und leite die dann weiter. Das klappt eigentlich auch prima. Jeder kann das File dann für sich üben und in der Probe hat man dann ein größeres Erfolgserlebnis wie als wenn man ständig jammt und nix bei rum kommt. Wobei jammen auch cool ist :).

    Viele Grüße,

    Martin

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