Hallo,
ich hab da mal eine Verständnisfrage...
Wenn ich z.B zwei Opamps nehme und ein Tonestack das im Signalweg liegt - das Tonestack verursacht ja an sich durch die RC Glieder einen Pegelverlust - macht es dann nicht Sinn die Verstärkung durch nen Opamp erst nach dem Tonestack zu machen um maximalen Headroom (damit meine ich maximale verzerrungsfreie Verstärkung) zu bekommen?
Nehmen wir an es besteht folgende Reihenfolge:
Opamp 1 - der maximal verstärkt
Tonestack - führt zu Pegelverlust
Opamp 2 - als Buffer
dann macht doch meine Tonestack alles zunichte was ich in Opamp 1 mühsehlich verstärkt habe. Macht es Sinn den Pegelverlust durch fest eingestellte Verstärkung (z.B. 5db) in Opamp 2 wieder aufzuholen? Habe ich dann im Gesamtsystem den gleichen Headroom wie in folgender Konstellation?
Opamp 1 - als Buffer
Tonestack - führt zu Pegelverlust
Opamp 2 - der maximal verstärkt
Bekomme ich da Probleme mit der Ausgangsimpedanz im letzten Opamp, wenn kein Buffer folgt? Die Opamps sollen alle nichtinvertieren ![]()
Macht es eigentlich einen Unterschied das Tonestack in die Rückkopplung zu basteln (invertierend). Hat sowas Vorteile?
Hoffe ich konnte moch verständlich ausdrücken ![]()
Headroom Tonestack Opamps
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Hi,
es macht m.M.n. mehr Sinn den Pegel erst nach dem Tonestack auszugleichen.
Denn, wenn die Verstärkerstufe davor schon bis an seine Austeuerberkeitgrenze gefahren werden soll, dann würde hier zusätzliche Verstärkungserhöhung nur zu ungewollten Verzerrungen führen. Man würde damit also den Headroom der ganzen Schaltung verringern.
Es hat aber auch einen Nachteil. Nämlich erhöhtes Rauschen, das durch den Aufhol-OPV verursacht wird.Ein OPV kann unabhängig von seine Verstärkung als Impedanzwandler fungieren.
Eine Klangregelung, die in der GK eines OPV's geschaltet ist, ergibt einen aktiven Tonestack. In den meisten Fällen werden auz diese Weise "symetrische" Klangregler realisiert, wobei die Schaltung in der Mittelstellung der Potis linear arbeitet. Ein trditioneller passiver Gitarrenamp-Tonestack (wie z.B. Fender oder Marshall) liesse sich nur schwer ohne grossen Aufwand aktiv machen.
Gruss
Chris -
Den Buffer würde ich immer vor die Klangregelung schalten, falls man ihn überhaupt braucht.
Bei fast allen Klangreglungen ist der Pegelverlust erträglich, niemand braucht doch wirklich einen Output von 30dBm oder mehr, einen Aufholverstärker benötigt man eigentlich nicht.
Ein Buffer nach der Klangregelung ist auch nicht zwingend nötig, der sorgt nur für ein niederohmiges Ausgangssignal (z.B. bei der Ratte). Mit 2 m Kabel im Ausgang zum Amp und ohne Buffer klingt der RAT-Zerrer auch nicht viel anders, erst bei längeren Kabellängen reduziert der Buffer einen übermäßigen Höhenverlust.
Jürgen
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Vielen Dank für die Antworten!
Hatte letztens mal gelesen, dass Höhenblenden am Ausgang unbelastet sein müssen, bzw. nen hochohmigen Buffer brauchen um richtig zu funktionieren!?
Wie verhält sich denn die Rückkopplung eines OPV bezüglich der Impedanzen? Ist das nicht das wesentliche was man bei Klangregelungen beachten muss?
Kann man eigentlich Klangregelungen / Filter in Spice oder spice-basierenden Programmen über einen bestimmten Frequenzverlauf simulieren, so dass man dann eine grafische Ausgabe wie im TSC bekommt? Sollte doch eigentlich nicht schwer sein..!?
EDIT: Hab gerade gesehen, das geht natürlich (AC Analysis)
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