Projekt E Bass Box -> Hifi Chassis

  • Nun kommt mein Ebass endlich morgen an. Ihr lest richtig, ich mache mir schon gedanken über einen EBass Lautsprecher bevor ich überhaupt weiß, ob mir das Instrument an sich zusagt (wird mein Erstinstrument).

    Ich wollte hier im Forum anfragen ob es weitere Bassisten gibt, die sich ihre Lautsprecher selbst zusammengeschraubt haben.

    Bisweilen ist mir aufgefallen, dass die Klangverfälschung seitens der Lautsprecher wohl wesentlich geringer scheint als bei Gitarrenlautsprechern. Bei tiefen Frequenzen scheint mir das logisch, denn ein Lautsprecher der schon bei "hohen" Frequenzen nicht mehr linear ist fabriziert bei tiefen dann extremste verzerrungen.
    Zuerst hatte ich einen Kappa Pro 15 angedacht, doch dann kam mir der Einfall doch mit vielen Kleinen Lautsprechern etwas zu bauen.

    Angedacht waren 16 - 18 dieser Lautsprecher.

    Berechnet sieht es blendend aus, in 100litern kann ich die
    Elektrisch wären bei 2Kw bis 100hz dann dann 132db ein overkill.
    Bei 1Kw bekäme ich die Lautsprecher selbst bei tiefen Frequenzen nicht aus dem Linearen bereich heraus, 117db müssten auch bei 50Hz noch ausreichen.

    [Blockierte Grafik: http://www.lautsprechershop.de/hifi/images/cc180_8.jpg]

    CC-180 Best.-Nr.: I-832732 EUR 65,00 -> ich bekomme ihn für weniger

    16 cm Tieftöner mit Polypropylen-Membran.
    Belastbarkeit (Nenn/Musik) = 90 / 130 W
    Resonanzfrequenz fs = 35 Hz
    Impedanz R = 8 Ohm
    Kennschalldruck SPL = 88 dB (2,83V; 1m)
    Gleichstromwiderstand Re = 6,1 Ohm
    Kraftfaktor BL = 7,5 N/A
    Schwingspuleninduktivität L = 0,9 mH
    Effektive Membranfläche Sd = 130 cm2
    Bewegte Masse incl. Luftlast 14,8 g
    Äquivalentvolumen Vas = 33 l
    Freiluftgesamtgüte Qts = 0,29 (Qms=1,63, Qes=0,35)
    Lineare Auslenkung xlin = +/- 5,5 mm
    Einbaudurchmesser d = 145 mm
    Aussendurchmesser d = 180,5 mm
    Einbautiefe (nicht eingefräst) t = 80 mm

    In der PDF der Frequenzgang

  • 1-2kW?
    Des Wahnsinns?
    wo willstn die Endstufe herbekommen?

    Des weiteren:
    16 cm? klingt hübsch klein, aaaaber
    HiFi Lautsprecher? in nem anderen Thread hab ich das erwähnt das das besonders bei Ebässen aufgrund deren Frequenz arg in die Sicke geht, und die is bei so schnuckligen kleinen Dingern butterweich..

    Ich bezweifle das das sich lohnt und das die kleinen Biester den Klang hinbekommen..
    ausserdem... 16-18 Stück? fürn Stückpreis von 65?
    auch wenn du sie für 50 bekommst, das wären trotzdem 800 Öcken NUR für die Speaker...
    für die 800 kannst du dir ein Fullstack von namhaften Herstellern leisten...

    also ich rate DRINGEND davon ab...

    "Was tun?", sprach Zeus "Die Götter sind besoffen und der Himmel vollgekotzt..."

  • Ich bekomme 19 dieser Lautsprecher für 200€ plus Versandt von einem Bekannten, der mal das Glück hatte bei einem OEM hersteller das Lager auszumisten. Der Preis hängt auch damit zusammen, dass meine Version Hifi untaugliche 20 Ohm hat.

    Ich wollte eigentlich einen T amp 1050 nehmen, also keine 2kw. Damit würde alles über 1kw gelimited werden.

    Der Maximalpegel bei geschlossenen Boxen hängt nur von der Membranauslenkung und dem Chassisdurchmesser ab. In der Simmulation ist ein Kappa Pro 15 (der einen wirklich kleinen linearen Ausschlag aber sicher etwas mehr maximalausschlag mitbringt) in allen Belängen unterlegen...
    Du musst bedenken, dass die Luft in einem für so viele Chassis kleinem Gehäuse eine viel stärkere Feder darstellt als das Chassis durch die Sicke und die Zentrierspinne (die ist übrigens für 80% die Rückstellkraft verantwortlich nicht die Sicke)

    Anbei das Simmulierte Eminence Kappa Pro 15 auf 1kw (also elektrisch überbelastet) und 18 dieser Chassis. Wobei ich hier noch den Eminence in Bassreflex laufen lasse, geschlossen sieht es für den schlechter aus.

    Ich vermute mal dass ich mit der Idee als Exot dastehe.

    Links die Auslenkung in mm (bei der Geschlossenen Eminence entfällt der Knicks), Rechts SPL in db

  • gut bei dem Preis :p

    wie gesagt rate ich wegen dem Aufbau der Speaker davon ab.


    Und wie hast du vor die zu verschalten?
    also damit ne vernünftige Ohmzahl und Wattzahl am ende rauskommt?

    "Was tun?", sprach Zeus "Die Götter sind besoffen und der Himmel vollgekotzt..."

  • Verschalten, da stehe ich noch etwas Rätselhaft davor. Vielleicht doch nur 16 nehmen (ein paar als Reserve) dann jeweils 8 Parallel -> ergibt 2,5 Ohm. Leider sind die Tamps nicht mehr 2Ohm fest, zur not schalte ich einen 1Ohm Widerstand in Reihe (gibt etwas weniger Kontrolle, erhöht aber den Wirkungsgrad bei Tiefen Frequenzen).

  • dir is hoffentlich klar was dieser 1Ohm Widerstand dann aushalten muss? ;D
    Das wird dann aber ein GROßER Bratwiderling? :D

    "Was tun?", sprach Zeus "Die Götter sind besoffen und der Himmel vollgekotzt..."

  • Zitat von Revox;237234

    Verschalten, da stehe ich noch etwas Rätselhaft davor. Vielleicht doch nur 16 nehmen (ein paar als Reserve) dann jeweils 8 Parallel -> ergibt 2,5 Ohm. Leider sind die Tamps nicht mehr 2Ohm fest, zur not schalte ich einen 1Ohm Widerstand in Reihe (gibt etwas weniger Kontrolle, erhöht aber den Wirkungsgrad bei Tiefen Frequenzen).

    Und wenn du zu den 8 parallelen Speakern nochmal 8 parallele seriell schaltest, hast du 5Ohm. Oder du verbaust 18 Stück, 9 parallel und das 2x, auch wieder seriell. Ergibt nach Adam R. und Georg O. ca. 4,444..Ohm.
    Oder baue dir einfach 'nen 1kW Röhrenamp, da es den passenden OT wohl eher nicht serienmäßig gibt, müsstest du dir den ja dann wickeln (lassen) und dann sollte es mit den Impedanzen auch kein Problem sein.....;D;D

    mfg Matthias

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Die 4,4Ohm sind gerade "DAS PROBLEM" die meisten bezahlbaren Endstufen sind im Brückenbetrieb für 8Ohm bzw für 4Ohm einzeln ausgelegt.

    Ich hätte die boxen ja teurer eingeschätzt, da bleiben durchschnittlich nur noch 10€ pro speaker, gut möglich, dass die peerless sogar etwas hochwertiger sind.

    Ich habe lange herumgerechnet, geschlossen muss ich viel zu kleine Volumina nehmen, sodass ich die Lautsprecher nicht unter bekomme.
    Momentan bin ich also bei zwei Boxen mit 57x57x45cm müsste damit eigentlich transportierbar sein.
    Bassreflexport vorne oder hinten?
    Für 200€ ein vielversprechendes Projekt?
    Unten nochmal ein paar Bassreflexberechnungen

  • Hallo,

    Zitat

    Die 4,4Ohm sind gerade "DAS PROBLEM" die meisten bezahlbaren Endstufen sind im Brückenbetrieb für 8Ohm bzw für 4Ohm einzeln ausgelegt.

    wenn das das Problem ist, dann ist es ein rein theoretisch/akademisches, was - sorry - auf solidem Halbwissen beruht.

    Ein Lautsprecher hat im Bereich seiner Resonanzfrequenz - und Baßlsp. werden i. A. auch dort noch betrieben - eine 10 bis 20 fache Überhöhung seiner (Nenn-)impedanz, da werden aus deinen "problematischen" 4,4 Ohm auch schnell mal 40 Ohm.

    Und dann gibt es Verstärker, die dann trotzdem noch die Kontrolle über die Membranbewegung behalten und andere eben weniger...

    Gruß, Bernd


    ____________________________________________________________________

    "Wollen Sie noch einmal darüber nachdenken oder es jetzt ausprobieren?"

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Schau mal in meinen Simmulationen nach, da ist das durchaus zu sehen. Dennoch gibt es bereiche bei denen der Lautsprecher "knallhart" bei nennimpedanz liegt, daher überlege ich "nur" 14Chassis zu nehmen, damit liege ich MINIMAL bei 2,9Ohm, das sollte selbst ein T-Amp schaffen. Das minima für 4Ohm liegt ja bei 3,4Ohm.

  • HiFi Chassis für E-Bass????

    Hallo,

    Also, als ehemaliger Basser und gelernter Ossi muss ich Dir sagen, lasse es. Das ist rausgeschmissene Kohle und vergeudete Zeit. In der damaligen Mangelwirtschaft haben wir auch alles selbst gebaut. Von Boxen zu Verstärkern und diversen Bodeneffekten. Nichts klingt am Bass schrecklicher als Gummisicken. Es sei denn, man steht auf undefinierbaren Mulm und langweiliges Gegrummel. Meine damalige Kombination bestand aus 4x10" Hartke (Alumembranen!!!) und 1x 18" Goodman PA Subbass. Da flatterten die Hosenbeine und geschnurrt hat der Bass wie eine Katze. So sollte das meiner Meinung nach sein. Zu weiche Aufhängungen an der Mebrane machen dir den Sound kaputt.

    Gruß Ingo

  • Ich werde mit der Zeit auch immer skeptischer. Will aber noch mal gegen eine aussage "gegenstinken": Ich denke das Problem ist nach wie vor NICHT die Aufhängung sondern die Beschaffenheit der Membran selbst. Hifi Chassis sind in sich oft recht stark gedämpft, bei Pa Chassis plingt es ja meist viel länger, aluchassis sind ja sicherlich "schrecklich" da sie unbeschaltet riesen peaks in der Resonanz auf diesen "fühl mich unwohl" 7khz frequenzen haben, das mag aber sicherlich die Präsenz steigern. Ich kämpfe momentan bei meinem Spieltechnik erlernen gegen bestimmte ausklingfrequenzen meines Ebasses, ich glaube es sind diese "obertöne" die auch entstehen wenn man die seite anschlägt und sehr leicht bedämpft.

    Oje ich argumentiere hier ja schon wieder mit der "unperfektion" die ja gewollt ist, nur stören mich so verallgemeinerungen zb auch ein Chassis auf viele zu "reduzieren".

    Vor einem halben Jahr habe ich tops für unser Jugendhaus gebaut. Die Chassis klangen einzeln "schrecklich", kein wunder für knapp 50 Chassis habe ich 88€ bezahlt, in der Masse klingt das ganze jedoch sowas von voll, dass sich davor mit sicherheit sehr viele PA systeme verstecken müssen. Durch die Vielzahl der Chassis ist da eine Dynamik möglich und das bei geringsten Auslenkungen und dank der vielen Chassis mit einer sehr guten Kontrolle. Ich wollte mir zuerst aus den Chassis eine Top box mit einem 15er als "Fundament" zusammenspaxen, aber das wäre ebenfalls teurer gewesen.
    Schwabbelsound ist ja eher ein Attribut, dass man mangelnder Kontrolle zuschreibt?

    Hast du schon mal einen URPS gehört? wie gesagt erwarte ich mir zumindest im Tiefbass orderntlich unlinearen klirr. Im Schlimmsten fall, verwende ich die Box ebenfalls als Sub der dann bei 200hz oder so getrennt wird und baue das ding impulskompensiert in ne kleine box.

    Ich habe mittlerweile auch eine Endstufe die ich allerdings noch wiederherrichten muss:
    Eine alte Crown mit 1,8kw @ 4 Ohm bzw 1,2 kw @ 8 Ohm

  • Hallo

    Zitat von Revox;238109

    aluchassis sind ja sicherlich "schrecklich" da sie unbeschaltet riesen peaks in der Resonanz auf diesen "fühl mich unwohl" 7khz frequenzen haben, das mag aber sicherlich die Präsenz steigern.

    Hast Du Hartke mal gehört? Die waren / sind im Funk - Bass - Bereich neben SWR und Trace Elliot recht verbreitet. Ich hatte anfangs auch meine Zweifel, bis ich den krispen Sound der Alu's gehört und gespürt habe. Wenn ich mal wieder Bass in einer Band spielen sollte, gäbe es nur folgende Kombination:

    1-2 Stück 4x10 Zoll
    1-2 Stück 1x15 Zoll

    Und dann die Bude geslappt...

    Gruß Ingo

    PS: ich würde trotzdem von Hifi Chassis abraten. Viele haben es probiert und es klingt nicht.

  • Ja ich habe hartke "damals" gehört als ich noch nicht selber ein Instrument gespielt habe und mit einem Freund vor dem "Selbstbau" erstmal durchs Musikkaufhaus gestöbert bin. Allerdings habe ich sie nur noch als "abschreckend" in Erinnerung (sowas ist immer schlecht wenn man sich neu auf etwas "einlassen" will. Ich glaube die sache auszureden ist "hoffnungslos" ich hänge nämlich schon etwas an dem Versuch.
    Viele haben es versucht, genau diese Versuche wären mal detailmäßig interessant? Welche Chassis, wie viele, so ist mir das wirklich etwas wenig handfest.

    Die Box die irgendwo oben mal gepostet wurde (alumembran+ mehr allumembran + viele kleine alumembrane) hat einen genial linearen Frequenzgang, da kann ich mir gar nicht mehr so viel "Mist" wie bei gitarrenchassis vorstellen.

    Ich bin ja momentan sehr viel am probieren, und muss sagen, dass mir mein Ebass tendenziell eher zu hart klingt, ich würd mich (entweder durch spieltechnik oder durch equipment) tendenziel über mehr knurr unter 100hz freuen und weichheit drüber. Sogesehen oberwellen ohne schwebung die in phase mit dem Grundton sind, glaub das geht gar nicht mit dem Saiteninstrument an sich.

    Sag mal schafft man es eigentlich die Reinheit des Grundtons beim spielen zu beeinflussen? Ich habe das Gefühl dass man nur die Obertöne beeinflussen kann?
    Wie gesagt im schlimmsten Fall habe ich eine etwas überteuerte box bis 70hz...

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