• Ich habe einen A15 schon seit ein paar Monaten und bis auf ein paar kleine Probleme am Anfang war alles in Butter.
    Aber jetzt Brummt der Bursche immer heftiger. Im Clean Kanal hört man es nur wenn er voll aufgerissen ist und dann auch nur sehr schwach. Im Overdrive ist das Brummen sehr deutlich zu hören, ist Gain und Lautstärkenabhänig. Boost brauche ich gar nicht mehr anstellen.
    Auf kalte Lötstellen habe ich alles schon geprüft. Röhren sind auch getauscht.
    Da das Brummen in jeder Einstellung da ist und duch Verstärkung lauter wird, Overdive und Boost, denke ich mal, daß das vom Netzteil kommt. Was kann sich denn da verabschiedet haben, was ein solches Brummen veranstaltet?
    Klingt ziemlich hell. Ach ja und rauschen tut es auch.
    Ich habe nochmal alles durchgesehen und festgestellt, daß R59 (100ohm5W) richtig heiß wird. Nun weiß ich nicht ob das normal ist, oder nicht. Falls das Brummen vom Netzteil kommt, kann ich größere Elkos verwenden und wenn ja, wie groß?
    Wäre schön wenn der gute bis Donnerstag wieder fit ist, weil wir Freitag in Berlin spielen und da sollte er eigentlich mit.

    Gruss Guido

  • Hi,

    das sieht nach evtl. defektem Elko aus!
    Also heiss werden sollte der nich, warm darf er.
    max. 5W bei 100 Ohm dawürde er allerdings sackheiss werden.

    bei den angegebenen 8V Spannungsabfall hätten wir 80mA Strom, das wären dann 0,64W. Also eigendlich etwas mehr als handwarm.
    Das entspricht ca 20W Leistungsaufnahme durch den Verstärker, also schätzungsweise 70% Leistung, so Pi*Auge.

    Das wäre dann durchaus im Grünen Bereich.
    Mess mal den Spannungsabfall über dem Widerstand. Spllte im Leerlauf nich über 10V liegen.
    Dann klemm mal das Netzteil ab, und schau ob der Widerstand immer noch warm wird, wenn ja, dann sind die Elkos im Netzteil im Eimer, hatte ich auch schon in anderen Verstärkern. Die werden hier Spannungsmässig am Limit betrieben, daher kann die Lebensdauer da schon mal etwas leiden.
    Die Temperatur spielt dabei auch eine entscheidende Rolle.

    Gruss
    Kai

    Ich bin nicht auf dieser Welt,
    um so zu sein
    wie andere mich gerne hätten !

  • das sieht nach evtl. defektem Elko aus!

    Halli Kai,
    danke für die Antwort.
    Es ist ja auch schon das zweite mal das die Elkos kaputt sind. Ich habe die jetzt mit den gleichen werten in 500V bestellt. Das sollte für mehr Spielraum sorgen.
    Wenn der "kleine" gespielt wird dann ja auch immer volle pulle. Und das dann auch ein paar Stunden.
    Ich messe direkt am Wiederstand 53V. Wenn ich gegen Null messe bleiben da 238V.
    Also 8V Spannungsabfall habe ich da irgend wie nicht. Sind diese Werte denn soweit in Ordnung?

    Gruß Guido

  • Hi,

    Mess mal die Spannung vor und dann nach dem Wiederstand jeweils gegen GND !
    Die Differenz dieser Spannungen ist der Spannungsabfall am Widerstand.

    Im Leerlauf solltest du da nicht mehr als 10V haben, dass wären dann 100mA und somit 1W Leistung.

    bei 50V !!! hättest du dort 0,5A !!! das wären dann 25W Leistung, was für den 5W Widerstand definitiv zu viel ist!

    Also da ist wohl was grösseres im Argen. Schau mal bei den Elkos, ob du auch welche mit erweitertem Temp.-Bereich bekommen kannst.
    Die gibt es tlw. bis 150°C.

    Gruss
    Kai

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  • Ja!
    54V sind es. 295V vor und 241V nach dem Wiederstand!
    Und nu?

    ....hab den Fehler....
    Wenn man keine Werte lesen kann sollte man solche sachen erst gar nicht versuchen.
    Ich habe R57 unr R59 vertauscht. Das darf man eigentlich gar keinem erzählen... Peinlich, peinlich...
    Ich Löte das jetzt mal um und sage dann bescheid.
    Erst einmal Danke für die Hilfe. Ohne die messerei wäre ich da auch nie drauf gekommen.


    Grus Guido

  • Hi Guido,

    erstmal den Verstärker abklemmen, und nur mal das Netzteil messen.

    Da darfst Du dann fast gar keinen Spannungsabfall mehr haben.
    Wenn doch, dann die Elkos im NT tauschen.
    wenn nicht, dann nach und nach den Verstärker wieder dranklemmen, und die einzelnen Zweige überprüfen.
    Wird aber bei der Stromaufnahme vorraussichtlich das NT sein.

    Gruss
    Kai

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  • Astrein!
    Hab alles nach und nach angeklemmt und alles prima. 8,9V Spannungsabfall und die Bias-Spannung ist jetzt auch im grünen Bereich. Neue Elkos bekommt er aber trotzdem, weil das Brummen noch da ist.
    Unter dem Wiederstand ist die Platine richtig dunkel. War doch ein bischen warm.
    Beim zusammenbau ist mir das gar nicht so aufgefallen, weil die Spannungen alle noch so grade in der Tolleranz lagen. Und ich hatte die Wiederstände auch noch so eingebaut, daß man die Werte lesen kann. Sau blöd!
    Jetzt passen alle Spannungen richtig.
    580ohm mehr, macht schon richtig was aus. Man gut das da nicht mehr passiert ist.

    Gruss Guido

  • Der Sound ist noch besser geworden!!!
    Mann was das jetzt klingt! Nicht zu glauben!
    Den nehme ich ab jetzt mit ins Bett.
    Kai, ich danke Dir! Ohne Deine Hilfe hätte ich den Fehler nie oder erst viel, viel später gefunden.Ich bin echt von den Socken!

    Nochmal Danke

  • Hi Guido,

    Oh, Danke für die Blumen :).
    Den Fehler hätteste auch so so gefunden, glaub mal.

    anstatt dem ding neue Elkos zu verpassen, versuch mal mit einem 200 Ohm Poti anstelle der beiden Symmetrierwiderstände an der Heizspannung das Brummen zu reduzieren, das könnte evtl. den nächsten durchschalgenden Erfolg haben.

    Gruss
    KAi

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  • Das mit den Elkos hatte ich ja schon mal. Da dachte ich die hätten was beim Einbau der Fußschaltoption abbekommen, aber dem war dann ja doch nicht so. Die sind bestellt, kosten 18€.Sicherheitshalber mach ich die neu.
    Ich denke Du meinst R60 und R61.Jeweils 100ohm.
    Und das Poti so einbauen das ich das Verhältniss der Wiederstände zueinander regeln kann.
    Sind das phasenverschiebungen, die sich damit auffangen lassen?
    Ich denke da reicht dann auch ein Trimmpoti?
    Das besorge ich heute noch.

    Gruss Guido

  • Hi,
    schau lieber nach einem richtigen Poti.
    bei 200Ohm an 6V hat du 0,18W Leistung, das ist für einen einfachen Trimmer ein bischen viel.
    Hier solltest du zumindest ein richtiges Poti einsetzen.
    Besser noch ist ein 100Ohm Poti und 2 einzelne 50Ohm Widerstände.
    Dann kannst du mit dem Poti keinen Kurzschluss verursachen.

    Gruss
    Kai

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    wie andere mich gerne hätten !

  • 12barfreak:

    Mein A15 hat auch nach einem Jahr angefangen zu brummen - wie kann ich denn testen, ob die Elkos im Netzteil hinüber sind? Einfach tauschen oder gibt's da eine andere Methode?

    Gruß

    Tom

    Ibanez S470; MEK JCM800 Emulator + Box of Rock> Madamp A15 + Marshall JVM > TC G-Sharp > Tube-Town RexPro 212 mit Eminence Governor + Private Jack

  • Hi,

    richtig kann man die dinger eigendlich nur testen, wenn man die Spannungen unter Last mit einem Oscilloscope überprüft, und die Restwelligkeit misst.

    Du kannst aber auch mal hergehen, und mit einem Multimeter im AC-Bereich messen, dann mkriegt man schon mal einen Groben Richtwert.

    Die andere Möglichkeit wäre ain RCL-Messgerät zum Messen der Restkapazität eines Kondensators, aber das ist auch nicht so einfach zu bekommen. Die normale Kapazitätsmesseinrichtung an den meisten Multis ist da meist nich ausreichen genau.

    Du kannst aber auch mal schauen, ob die Spannungen an den Messpunkten noch i.O. sind. Meistens siehts man da schon recht deutlich.
    Bei nur leichtem Brumm, kann es auch sein, dass das Problem gar nicht aus der Ecke NT kommt, aber das lässt sich hier aus der Ferne halt schlecht beurteilen.

    Gruss
    Kai

    Gruss
    Kai

    Ich bin nicht auf dieser Welt,
    um so zu sein
    wie andere mich gerne hätten !

  • Schade!
    Hat alles nichts gebracht. Das Brummen ist immernoch da.
    Mit dem Poti kann ich den Ton des Brummens leicht beeinflussen und die neuen Kondensatoren(ich habe da noch ein paar gleichwertige mitgebracht) haben das Problem nicht gelöst.
    Was mir noch aufgefallen ist, es kackt beim schalten. Fat, 2. Kanal, Sandby alles am Knacken sobald geschaltet wird. Das hatte ich gestern auch schon, dachte aber das läge mit am Netzteil.
    Also im Cleankanal ist so gut wie Ruhe. Im Cunch brummt es sehr deutlich im Lead noch viel mehr. Da der Amp mit Micro abgenommen wird geht das so nicht. Das Brummen war vorher ja nicht und hat eine Ursache. Nur welche und wo suchen???
    Das hört sich nach Wechselspannung an. Ist da irgendwo noch eine Siebkette?

    Gruss Guido

  • Hallo Guido,

    bist Du sicher, daß der Verstärker die Ursache des Brummens ist? Ich habe ja das gleiche Problem (Brummen...) - so langsam glaube ich aber, daß der A15 daran unschuldig ist.

    Fragen an Dich: Brummt es

    - kein Kabel am A15 angeschlossen
    - wenn Humbucker aktiv
    - Poti an der Gitarre zugedreht

    Falls hier kein Brumm zu hören ist nimmt die Gitarre bzw. das Kabel Störungen von außen auf (kein Kabel bzw. Poti zu => Signal auf Masse; HB brummen nicht wie SCs)

    Vielleicht stört es von AUßen in den A15 - nimm mal ein anderen Vestärker und teste es durch. Bei mir brummt auch mein alter Transistorverstärker....

    Gruß

    Tom

    Ibanez S470; MEK JCM800 Emulator + Box of Rock> Madamp A15 + Marshall JVM > TC G-Sharp > Tube-Town RexPro 212 mit Eminence Governor + Private Jack

  • Nee, alles schon getestet.
    Eindeutig der Amp. Brummt auch ohne Kabel und an jedem anderen Ort.
    Ich glaube, daß das in Richtung Wechselspannung geht. Das Brummen Hört sich jedenfalls nach 50hz an.
    Das hört sich auch ganz anders als eine Signalleitung an, die man berühert. (Isoliert natürlich)
    Also weitersuchen... aber wo?

    Gruß Guido

  • Hallo Mad.
    Ich glaube keines von beiden.
    Selbst wenn ich alle Regler auf links habe ist das Brummen ganz fein aus dem Lautsprecher zu hören. Anscheinend ist das immer da und wird von den einzelnen Stufen verstärkt, was erklärt das es lauter wird je mehr Power der Amp leistet.
    Wenn ich über der Return unterbreche, ist das Brummen viel leiser, aber immernoch da.
    Ich hatte mir mit der Fußschaltoption schon einen Satz Netzteilelkos versaut und heute festgestellt, daß ich R59 und R57 vertauscht habe . Schande über mich!
    Nun ist alles wieder im Lot und wenn ich Spiele muss ich aufpassen, das ich mir nicht in die Hose pinkle, so prima klingt der Bursche. Leider brummt er zwischen den Stücken und das ist nicht wirklich toll.
    Ich habe die Leitungen der Heizung kontrolliert und nochmal zurecht gebogen, nach kalten Lötstellen Gesucht, Röhren getauscht, Netzteilelkos erneuert, R60 und R61 über Poti laufen(damit lässt sich die klangfarbe des rauschens beeinflussen), ...
    Wenn Du mich fragst hört sich das so an, als würde man nach einem Gleichrichter nicht richtig sieben.
    Witzig ist, bis vor einer Woche war Totenstille und nun Brummt es.
    Der Amp hat auch schon mal eine ganze Zeit gekackert, was aber von selber weg gegangen ist. Was auch neu ist, beim schalten von Clean auf Chrunch, auf Standby und Fat gibt es ein "Einschaltkacken". Aber erst nach ein paar Minuten.
    Sehr komisch das alles.
    Leider habe ich keine Ahnung mehr wo nach ich suchen muss. Ob da irgendwas einstreut?
    Es haben ja nur Heizung und Bias Wechselspannung und da scheint alles iO.

    Gruss Guido

  • Zitat:
    Es haben ja nur Heizung und Bias Wechselspannung und da scheint alles iO.
    /Zitat

    Bias ist keine Wechselspannung...


    Ich würde mal einen Kumpel/Bekannten fragen, der ein Ozzi oder vergleichbares Werkzeug hat. Ohne solche Geräte/Wissen kommst Du nicht weiter - außerdem "sehen" vier Augen mehr als zwei...

    Gruß

    Tom

    Ibanez S470; MEK JCM800 Emulator + Box of Rock> Madamp A15 + Marshall JVM > TC G-Sharp > Tube-Town RexPro 212 mit Eminence Governor + Private Jack

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