Was tuen wenn man so viele erwartungen hat? -> Suche nach dem Erstinstrument

  • Die Kurzfassung:
    Ich suche nach einem als anfänger bespielbaren Ebass der mich tonal soweit überzeugen muss, dass ich lange genug durchalte das spielen zu erlernen.

    Die Lange Fassung:
    In erster Linie bin ich Musikhörer, habe mich aber irgendwann etwas mit Aufnahmetechniken auseinandergesetzt und mitlerweile stehe ich bei Bandauftritten in unserem kleinen Jugendhaus (das endlich so ausgestattet ist, dass Bands spielen können http://www.autonomes.de ) hinterm Pult.
    In der Signalverfälschung habe ich bisweilen auch etwas ahnung und weiß mit welchen kniffs man wohl in bestimmte tonale Richtungen gehen kann.
    Mein Problem bei der Neusuche ist warscheinlich, dass ich mit den "günstigprodukten" wohl nicht lange meine Freude haben werde. Als instrument kommt jedenfalls "nur" ein Ebass infrage, da mich der Gitarrenklang und auch die "gängigen" spielweisen nicht wirklich überzeugen. Vom Klang her stehe ich ziemlich auf diese alten knarzigen klänge, diese synthie slap bass geschichten aus den späten 80ern bis 90ern sind da eher abschreckend.
    Momentan ist es auch unklar wie schnell ich es mich traue in einer Band zu spielen dh, ich habe auch noch keine Vorstellungen wie es mit Durchhörbarkeit aussieht, mir scheint das ist gerade bei einem Erdigen in den Tiefen verzerrten/angepunchten klang wohl recht problematisch (mit Keyboarder wohl noch schwerer). Als soundorientierung würde ich aus dem Kopf mal die Live eviL scheibe von Miles Davic, Chick Korea, Keith Jarret nennen, frisch auf dem Tisch liegt momentan Praxis - Tennesee 2004 (sehr schön, dass da teilweise die snare mit dem Ebass mitschwingt http://jazzrockz.blogspot.com/2007/12/praxis…7320-heavy.html -> dort überzeugen mich sogar die gitarren sounds -> wärme) .
    Die Problematik aber soll aber die Bespielbarkeit bleiben, dort hat sich ja sicher so einiges geändert und ich wieß überhaupt nicht ob meine Vorstellungen mit einer Anfängertauglichen bespielbarkeit möglich sind. Meine Erwartungen sind warscheinlich auch durch meinen Musikkonsum viel zu hoch, denn das diejenigen die ich mir so "anschaue" aben bestimmt jahre damit verbracht beim "richtigen" equipent anzukommen oder wechseln einfach dauernd.

    Seit gestern Abend habe ich probiert mal etwas "grundwissen" über Ebasskonstruktionen zu sammeln, aber das ist ja nichts anderes als bei Lautsprechern, da kann man auch einem Material nicht unbedingt einen Klang zuordnen. Desweiteren fehlen mir noch ein paar wirklich GUTE links für die Basiswissensammlung.

    Den Gebrauchtmarkt würde ich gerne nutzen, da habe ich weniger angst, durch einen "Fehlkauf" (doch keine lust mehr) viel Geld zu verliehren.

  • Wenn ich mal etwas neben Deinen Fragen antworten darf:
    Etwas ganz Wesentliches beim Klang eines Instrumentes/Basses hast Du völlig unerwähnt gelassen: den Bassisten.

    Beispiel: 1985/86 habe ich mir meinen ersten E-Bass mit Beratung durch meinen Onkel, der ein hervorragender Kontrabassist und E-Bassist ist, gekauft. Einen rel. unbekannten Fender Performer. Das ist ein Jazz-Bass-ähnlicher Viersaiter mit 2 Songlecoils und ziemlich schmalem Griffbrett, 35"-Mensur.
    Vgl. http://%22http//www.guitarman…er&Performer%22

    Jahrelang hatte ich große Schwierigkeiten mit dem Instrument: Der schmale Hals und die zu hohe Saitenlage machten mir beim Greifen und Anschlagen große Schwierigkeiten (Präzision), die Singlecoils gaben im Singlecoil-Modus viele Nebengeräusche wieder.
    Da ich von solchen Sachen damals null Ahnung hatte und ich erst Ende der 1990er-Jahre meine Spieltechnik entscheidend verbesserte, kaufte ich mir aus Frust Mitte der 1990er einen anderen Bass.
    Auf den Performer kam ich erst vor ca. 3 Jahren mit mehr Wissen, wie ich die Probleme angehen könnte, wieder zurück: Ich stellte die Saitenlage deutlich flacher ein, ließ mir spezielle Splitcoil-Pickups (rel. störungsunempfindlich und mit höherem Output) anfertigen und - das wichtigste - spielte wesentlich dynamischer und akzentuierter.

    Durch diese Veränderungen, von denen meine Spieltechnik die entscheidende war, klingt mein Spiel auf dem Bass heute "um Welten" besser als noch vor 10 Jahren ;) (wenn man bedenkt, dass ich heute ein sehr mittelmäßiger Bassist bin, kann man abschätzen, wie grauenhaft mein Spiel vor 10 Jahren war ;D).

    Leider kann ich Dir zu den mir relevant erscheinenden Punkten, für Anfänger und Fortgeschrittene gut bespielbarer Bass mit gutem Grundsound und guten Pickups, keine konkreten Tipps geben,da ich zu wenige Bässe bisher selbst angespielt habe.
    So viel rate ich Dir aber: Suche Dir einen Basslehrer, der Dich motivieren kann zu üben, Dir Spaß mit dem Bass vermitteln kann, der Dir eine solide Spieltechnik beibringt und Dir Tipps beim Kauf eines Instrumentes geben kann, vllt sogar mit Dir welche anspielen geht. Und wenn Du mit irgendetwas bei ihm nicht klarkommst, sag ihm das in freundlicher Weise. Probleme sind dazu da, sie weitgehend aus dem Weg zu räumen.

  • Tja den Bassisten kann ich mir durch kein lötgeschick und kein Geld der Welt erkaufen.
    Ich denke zu einem Lehrer werde ich erst gehen, wenn ich etwas Theorie "nachgeholt" habe, ich kenne mich mit der Mathematik der Musik noch nicht aus (obwohl ich sie natürlich hören kann). Ich hätte ein besseres Gefühl, wenn ich "etwas" grundlagen hätte wenn ich zum Lehrer hingehe (aber auch nicht zu viel, sodass ich meine Technik selbstversaue)

  • Mojn Revox,

    Aus Deinenm Aufschrieb wird man nicht so recht schlau, was Du willst. Bei Bässen gibt es ein mindestens genausogroßes Spektrum wie bei E-Gitarren, hier wie dort gilt probieren und seinen Sound finden. Ich habe als Gitarrero schon einige Bässe gespielt, fast alle wieder vertickt, behalten habe ich den Hohner The Jack, einen headless mit zwei Hamburgern. Sieht gut aus, klingt gut, ist leicht zu bespielen, wiegt und kostet nicht viel.
    Die Hamburger sind nicht schlecht, aber verbesserbar.

    ne schöne Jrooß, Mathias

  • Mag sein, dass die Struktur des Textes ebenso meine herangehensweise reflektiert: unstrukturiert...

    Ich kann mir momentan noch nicht vorstellen, dass ich instrumente vom Spielen her als absoluter neuling bewerten kann.
    Froh wäre ich über ein Paar tipps die knarzig, erdig klingen und gut bespielbar sind.
    Das es wohl eher ein Jazz bass sein soll schränkt die Suche ja noch nicht großartig ein.
    Zudem täten mir ein paar gute Infoquellen gut.
    (Datenbanken zu instrumenten, kurze beschreibungen zum Klang/Bespielbarkeit)

  • Hi Revox

    täusche dich da nicht! Gerade am Anfang kann man vieles falsch machen und falsch Erlerntes lässt sich noch viel schwieriger wiederverlernen! Hier ist der Lehrer besonders wichtig.

    Wenn man dann den Einstieg geschafft hat, lässt sich vieles durch heraushören, selber ausprobieren und Tabulatoren im Internet/Bücher erarbeiten.

    Beim Bass selber ist die Bespielbarkeit das A und O - hier muss wirklich darauf geachtet werden. Bei kleinem Geldbeutel auch immer den Gebrauchtmarkt durchforsten, hier bekommste wesentlich mehr für dein Geld. Man muss nur lange genug suchen.

    Dein Link hört sich in meinen Ohren schon sehr nach Fender an, aber wie elkulk bereits erwähnte, kommt es beim Bass immer noch als erstes auf den Bassisten an. Ein guter Bassist kann auch auf einem 100€ Teil sagenhaft spielen.

    Wieviel Geld möchtest du denn investieren? Genauso sollte man auch direkt schauen, dass der Combo vernünftig ist. (würde dir hier spontan einen von Warwick empfehlen, die kleinen Übungsverstärker sind ganz nett für den Preis und besser als Fame und Konsorten..)

    JB von Squier sind sehr günstig, aber die Qualität streut auch sehr. Was anfangs noch sehr gut aussah kann mit wackelnden Potis,.. etc. enden. Man kann glück haben, aber man muss die Instrumente sehr genau unter die Lupe nehmen (im Laden 4-5 der gleichen Serie miteinander vergleichen). Qualitativ etwas höher und dem entsprechend teurer sind die Fender Bässe aus Mexiko..

  • Das mit dem Übugsverstärker wird sich noch "zeigen" in Berlin hab ich leider nur eine etwas hellhörige Mietwohnung, da überlege ich fast über meine Anlage mit einem Anständigen Preamp oder über Kopfhörer zu spielen (was allerdings beides schnell viel zu neutral sein könnte, aber da würde ich ebenfalls lieber mit einer "unsauberen" vorstufe spielen, als noch ein weiteres Gerät in meinem Zimmer stehen zu haben, das ist nämlich sehr sehr voll).
    Ob ich einen Madamp für mich selbst baue, werde ich mal sehen, ehrlich gesagt fehlt mir da der Ausgangsübertragungstrafo und als Klangregelung fahre ich lieber einen graphischen eq (wenn der auch wieder zu neutral sein mag).

    Falls ich dann allerdings doch in eine Band einsteige habe ich schon einige Ideen was ich mal so als Bassbox und Signalkette ausprobiere.

    Hier "zuhause" kann ich sicher an dem Eqipment meines Freundes etwas spielen (habe zum teil auch dinge führ ihn zusammengebaut). Der ist mit Kappa Pro 15, Madamp, einem Eq und einem Traumhaften Röhrenkompressor ganz gut betucht.

    Beim Preis bin ich mir selbst noch nicht sicher, bei einem gebrauchten Gerät habe ich keine probleme 500€ auszugeben, da ich wohl bei nichtgefallen mit einer Ähnlichen Summe wieder rausgehen würde. Kaufe ich wohlmöglich für 500-700€ neu, es kommt eine Macke rein etc. tut das sicher mehr weh.

    Mit "vorlernen" meine ich auch gar nicht, dass ich schon mit dem Ebassspielen anfange, sondern eher, dass ich wieder theoretisches Basiswissen der Musik mir aneigne.

  • Hallo,

    Um es auf den Punkt zu bringen: Leute, die Ihr Instrument nicht beherrschen, produzieren auch aus einem 10000€-Equipment keine guten Sounds. Und mit Deiner Einstellung bist Du prädestiniert für eine solche "Karriere".

    Mein Tipp: Fange doch mit einem Akustikbass an. Dann gibt es nur Dein Spiel, keine technischen Fragen, kein stundenlanges am-EQ-rumfriemeln-und-doch-nicht-den-Flea-Sound-hinbekommen, ect. pp.
    Denke mal wirklich darüber nach!

    Und zur Auswahl des Instruments: Man kauft kein Instrument, dass man nicht schon mal in der Hand hatte. Und damit meine ich das Exemplar, nicht das Modell. Also suche Dir einen guten, erfahrenen Basser und gehe mit Ihm in einen gut sortierten Bass/Gitarrenladen. Er kann Dir dann bei der Auswahl helfen, kann Dir auch sagen, ob man aus einem evtl. nur schlecht eingestellten Bass mehr herausholen kann.


    Gruß,

    Franz.

    Edit:

    Ich muss doch noch was loswerden:


    Du hast nur eine - Deiner Meinung nach sehr differenzierte - Vorstellung von "gutem" Sound, aber hast noch nie selbst gespielt. So wird das nichts. Mach Dir Gedanken um die wesentlichen Dinge: Einen guten Lehrer zu finden, ein bespielbares Instrument zu erwerben, tägliche, am Besten mehrstündige Übung in Deinen Zeitplan einzuplanen. Dann bist Du bald soweit, dass Du Dir berechtigterweise Gedanken um Equipment und Soundfriemeleien machen kannst.

    Und: CD-Sound und Livesound sind Welten. Müsstest Du als Mischer doch wissen. ;)
    Sowie: Stures Musiktheoriepauken bringt Dir erstmal gar nichts. Das ist wie mit so vielem im Leben - man kann Musizieren nur in der Praxis lernen (Kunst ist ja immer noch zum größten Teil Handwerk). Die Theorie nützt Dir erst, wenn die Grundfertigkeiten da sind, dann aber umso mehr.

    Gruß,

    Franz.

  • Ich bin eigentlich Gitarrist, hab aber einen Großteil meines Gitarrenspiels vom Bass bekommen und umgekehrt; mein erster Bass war, wenn ich mich recht erinnere, ein uralter Billig-Career für vielleicht 70 €. Irgendwann wollte ich mir dann mal einen gescheiten kaufen, hab viele Warwicks, Fenders, Höfners und was es sonst noch so gibt, ausprobiert, und bin an einer Aria-JB-Kopie für 200 Öcken hängen geblieben, den ich bis heute noch gern spiele.
    Ich geb dir daher erstmal den Tipp, am Anfang ein ordentliches, aber nicht allzu teures Instrument zu kaufen, da du am Anfang noch gar nicht beurteilen kannst, was du für deinen Sound und dein gewünschtes Spielgefühl überhaupt brauchst. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass für mich ein wahnsinnig wichtiger Faktor die Korpusdimensionen sind; auf zu kleinen Gitarren und Bässen komm ich einfach nicht zurecht.
    Akustikbass halte ich auch für ne gute Idee, sofern du den Sound magst. Wenn du natürlich ausschließlich elektrisch spielen willst, ist das Blödsinn, da würde ich dir eher einen gebrauchten Billig-Bass empfehlen, der mag zwar in nicht allen Belangen das Grüne vom Ei sein, aber solange du am Anfang stehst, ist das das Beste, sonst hast du im Ende viel Geld für ein Instrument rausgeschmissen, dass dir am Ende doch nicht gefällt.
    Zum "theoretischen Vorwissen" will ich noch ne Kleinigkeit sagen: Es ist zwar schön und gut, wenn man ein bissal Verständnis hat, allerdings sollte man sich die Theorie nicht reinwürgen, sondern selbst ein Gefühl dafür kriegen. Unser Bassist (sein Hauptinstrument ist übrigens mein alter Career) spielt ohne jegliche Notenkenntnis live manchmal Licks, die einen einfach umhauen. Also mach dich nicht mit Harmonielehre verrückt.
    Noch eine Kleinigkeit, was bis jetzt unerwähnt blieb: Nen Großteil vom Sound machen die Saiten, gelle? Für nen erdigen Sound würd ich dir nach Möglichkeit richtig fette Oschis empfehlen, die sind zwar ein bissal schwerer zu spielen, aber das ist es wert.

    Kommt nie, aber wirklich nie auf die Idee, eine ES335 komplett mit Massivleiter zu verdrahten!

  • Hi,

    mach Dir das Leben nicht so schwer. Es gibt Millionen von guten Bässen und 90% davon wirst du nicht mögen. Da hilft nur eines, gerade als Anfänger. Spielen, spielen und spielen. Ich hab mir für den Anfang einen billigen Shortscale Bass gekauft (100DM damals) und eigentlich nach 2 Monaten wieder verkauft. Zum lernen gut, aber mir gefiel der Sound nicht. Nach langen durchspielen der verschiedensten Bässe (die Händler in meiner Umgebung kannten mich alle schon persönlich) bin ich dann durch Zufall auf "mein" Instrument gestossen. Unser damaliger Sänger hatte da noch son' ollen lila Bass rumfliegen...
    Nach der Restauration stellt sich heraus, das ist ein 71'er Jazzbass. Für mich, neben meinem Arbeitsbass, ein Traumteil. Allerdings finden den einige zu schwer...

    Was ich sagen will, teste einfach mal verschiedene Basstypen, Fender JazzBass o. Preci sind schon mal ein guter Einstieg. Es gibt auch günstige Einsteigermodelle von Squier. Musikman, auch nicht schlecht. Warwick eher modernerer Sound. Status gut für Funk (hab selber einen...) Yamaha, na die haben für alle was, Ibanez, auch sehr vielsaitig:) und dann noch die vielen namenhaften Edelbasshersteller. Es gibt allerdings auch Pappbässe:eek:

    Und das mit der Bespielbarkeit ist äußert subjektiv. Du must dich wohlfühlen. Es gibt Leute, die lieben eine hohe Saitenlage, anderen wiederum kann es nicht flach genug sein. Wichtige Hinweise wie mal einen Pappbass von den richtigen Bässen unterscheiden kann, kann dein Lehrer dir bestimmt erklären.

    Um meinen Vorredner zu korrigieren, den größten Einfluss auf den Sound haben die Finger...;D 45%, Bass 45% , Saiten, Amp, Tonabnehmer... 10% Meine Meinung.

    Auf den Punkt, spiel verschiedene Bässe erstmal an und taste dich langsam an dein Instrument und deinen Sound heran, erwarte nicht, sofort DAS INSTRUMENT zu bekommen, experimentiere...

  • @ cato

    Du bringst es ziemlich auf den Punkt mit der "gefahrenkariere", aber mein Interesse kommt halt aus diesem Bereich. Ich bin auch jemand den gute Musik auf einer schlechten Anlage überhaupt nicht anspricht.
    Die Tracks die ich oben genannt habe sind beides Live (wenn auch nachbearbeitet).

    Ich war vorhin mal bei Amptown, die art von Musikkaufhaus hat mir nicht gerade gefallen, und aus meiner Sicht wurde mir nicht so viel geholfen (eher ein newbie dem man eventuell ein teures rumstehinstrument verkaufen kann). Eines ist mir allerdings aufgefallen: die 500€ sind wirklich etwas üppig angesetzt.

  • Ich habe gestern eine Entscheidung gefasst: ich werde mal vom Fernabsatzgesetz gebrauch machen. In meinem Freundeskreis will jemand von Egitarre auf Ebass umsteigen, der wird sich warscheinlich einen Yamaha Bass der 100er 200er oder 300er Serie zulegen.
    Der Freund für den ich schon den BP1 gebaut hat, hat einen Ibanez (glaube auch nicht einer der teuersten). Ich werde es mal mit einem Peavy NTB 4 probieren ihn aber zeitgleich noch mti den beiden anderen Vergleichen, damit ist die Auswahl zwar nicht so groß wie im Laden, aber ich kann schön in Ruhe rumprobieren.
    Als Preamp werde ich mal einen Behringer MIC 200 nehmen, als Probeverstärker muss dann meine Anlage oder man Stax herhalten.

    Jetzt muss ich "nur noch" einen Musiklehrer finden, mit dem ich kann, hoffe das wird in Berlin förmlich Qual der Wahl.

  • Das instrument befindet sich nun eine Woche in meinem Besitz.
    Ich habe lange nicht mehr so viel "Freude" gehabt, es macht einfach tierisch spaß, besonders weil man anfänglich ja relativ schnell weiterkommt.
    Der Klang sagt mir tendenzell sehr zu, habe auch mittlerweile "etwas" erfahrung gesammelt, was ich in die Finger reinschicken muss, dass dies oder jenes rauskommt.

    Nicht gefallen tut mir die etwas wilkürliche Bedienung der Instrumenttonregler. Ich hab das gefühl mit dem Tone Poti verschiebt man irgendwie nur eine Resonanzfrequenz, mit dem Bei ebay ersteigerten Eq (30€ schnäppchen) komme ich schneller zurecht.

    Momentan will ich noch fleißig selbst herumprobieren ich finde das ist gar nicht "so schwer" zu probieren wie es klingen soll.
    Allerdings suche ich noch etwas nach literatur um einen Gesammtleitfaden zu haben, habt ihr ein paar Vorschläge?

  • Momentan liegt "Easy Rock Bass" hier (CD wird noch gesucht), welches ich schon nicht schlecht finde, dann wird das andere aus dem Verlag sicher auch gut sein.

  • Amen.

    Als ich deinen Post gelesen habe, musste ich sofort denken, hui der wirds schwer haben Mitmusiker zu finden, die einen so kompromisslosen anfänger ertragen.
    Denk dran, den Sound, den du an einem Instrument liebst, stammt meist aus Aufnahmen von kompletten Bands. Mir hat da häufig auch schon diese Tatsache einen Streich gespielt, wenn ich auf der Suche nach DEM Sound war.
    Ausserdem wird sich mit wachsenden Skills dein Anspruch an die selbstgespielte Musik verändern. Das wäre noch ein Grund, warum ich dir nicht zu einem teuren Instrument raten würde, an den du jetzt schon DEN Sound festmachst.
    Haste wahrscheinlich schon tausendmal gehört, aber: der Ton kommt aus den Fingern, dein Temperament auf dem Instrument, deine Sauberkeit beim spielen, deine Taktsicherheit, dein Gefühl für Dynamik, hören zu können was du wirklich zum Bandsound beiträgst; all das wird deinen Sound bestimmen, das Instrument spielt eine sehr untergeordnete Rolle.

    Wenn dich ein Billigintstrument nicht am Ball halten kann, wirds auch ein teures nicht tun.
    Ich hab den Fehler nämlich damals gemacht, hab als 15 Jähriger, nixkönnender DeathMetal-Teenie, auf ne Jackson Randy Rhoads gespart und dachte, jetzt werd ich gleich besser spielen.
    Leider leider leider war das eine sehr kostpielige Lehrstunde, und ich hatte schon auf dem Weg vom Laden nach Hause mit DER Gitarre im Arm kein gutes Gefühl mehr bei der Sache.
    Zum Glück hab ich die bezahlt, sonst wär ich bestimm heute noch nich kuriert, ist bei mir die schlagendste Erfahrung, wenn mich mal wieder das G.A.S. plagt.

    Tu dir n Gefallen, träum vom Traumbass, spiel jahrelang nen billigeren, und kauf dir erst DEN Bass, wenn du viel besser geworden ist.

    Denk dran, wenn man nicht schwimmen kann, ist nie die Badehose schuld.

    &quot;Ein Bursche, der eine Zither und Stimme hat, schlägt sich überall durch.&quot;<br />Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
    KURTAXE - mein Kurzfilm: http://www.frauenundkinderzuerst.net/

  • Zitat

    Tu dir n Gefallen, träum vom Traumbass, spiel jahrelang nen billigeren, und kauf dir erst DEN Bass, wenn du viel besser geworden ist.

    Absolut korrekt, habe ich auch so gemacht!
    OK, zwar waren es bei mir Gitarren aber die vorgehensweise die gleiche ;)
    Erst 'ne günstige Harley Benton, dann 'ne günstige Jackson,
    dann eine Jackson aus der Mittelklasse-Serie usw....
    Jede Gitarre ist wirklich lange Zeit gespielt worden und erst Stück für Stück
    haben sich durch mein besser werdendes Spiel meine Soundvorstellungen
    und Equipmentwünsche entwickelt, wobei ich immer noch meinen
    allerersten Amp (Transistor!) spiele - und das seit 4 Jahren haha...

    Zitat

    Denk dran, wenn man nicht schwimmen kann, ist nie die Badehose schuld.

    Hehe - supergeil beschrieben *lol*


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Naja, andererseits kauft man bei "billigen" Gitarren meist doppelt, wenn nicht dreifach, ... . Dann hat man am Schluss 5 Gitarren/Bässe, die aber alle mehr oder weniger nichts taugen und das ist auch nicht die Wahrheit. Jedoch musst du deine Richtung zunächst mal festlegen.

    Achja, keine Gitarre/Bass ist für eine Richtung bestimmt, sie neigen nur zu einer bestimmten Linie. Mit ner Tele kann man auch Metal spielen ;)

    MfG

  • Zitat von mak123;239537

    Mit ner Tele kann man auch Metal spielen ;)

    [SIZE="4"]SAKRILEG !!!!! [/SIZE] ;D

    Sartre: To do is to be<br />Rousseau: To be is to do<br />Sinatra: Doobedoobedoo

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