DI out mit Trenntrafo/Überträger

  • Ich habe hier aus einem alten Mischpult einen Überträger liegen, woraus ein DI out entstehen soll.
    Momentan bin ich mir aber bei der Verkabelung noch nicht ganz sicher:
    Der Trafo hat einen Eingang mit 2,6kOhm und einen Ausgang mit 120Ohm (wobei noch unklar ist in welchem Verhälltnis er Überträgt, wie der Frequenzgang ohne vorgeschaltette Elemente aussieht, bis zu welcher Eingangspannung er nicht verzerrt).
    Wie schließe ich den Trafo Ausgang an? -> Jeweils ein Ende an + und - aber wo soll die Masse der XLR Ausngangsbuchse hin? (per Widerstand symmetriert an den plus und minus Pol oder ganz freigelassen).

  • Hallo,

    ganz wichtig: Wenns ein "guter" Übertrager ist: Nicht (z. B. durch ungeeignete Widerstandsmessung/Durchgangsprüfung) mit Gleichstrom belasten! Der Kern wird dadurch magnetisiert und die techn. Daten ändern sich.

    Masse XLR: die wird an die MAsse deiner übrigen Elektronik bzw. der Masse des asym. Eingangs angeschlossen.

    Anschluß: das hängt davon ab ob du rauf oder runter transformieren willst/mußt um z. B. Studiopegel zu erreichen.

    Ausmessen kannst du das Ü-Verhältnis (grob) mit einem kleinen Trafo (6...12 V, paar mA) einem Vorwiderstand und einem Poti. Vorwiderstand so auslegen, daß max. +6 dB mit Poti einstellbar sind.
    Dann wird Ein- und Ausgangsspannung des Übertragers gemessen (typ. Lastwiderstand auf der Sek.-Seite nicht vergessen). Daraus kannst du das Übersetzungsverhältnis ermitteln.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Gestern abend im Bett ist mir auch eingefallen das bei XLR Buchsen die Masse mit dem außeren Steckerteil verbunden ist, sodass ich gar nicht drum herum komme diese Masseverbindung zu tätigen.

    Die Widerstandsmessung meines Multimeters ist wohl nahezu statisch, da wird nix passieren, danke aber für den Tipp!

    Wie gut der Überträger ist weiß ich gar nicht, da ich ihn allerdings ohne weitere "vorschaltung" an den Line out eines Gerätes hängen will, bleibt als Eingang nur die 2,6kohm Seite.

  • Der Frequenzgang sieht sehr linear aus, allerdings liegen die Verzerrungen bei 1%
    Sehe ich das richtig, dass es hier harmonische Verzerrungen sind?
    (was ja vielleicht für den Sound eines Ebasses gar nicht so schlimm sein könnte)

    [Blockierte Grafik: http://img135.imageshack.us/img135/3513/unbenanntdq3.th.png]

    Die Grüne linie ist der freigelassene Soundkarteneingang.

    Als Eingangspegel zeigte mein Verstärker schon 20watt an (nachträglich hab ich mir gedacht, dass diese Spannungen nicht unbedenklich sind) um den Chinch eingangspegel der USB soundkarte mit dem Ausgang auszusteuern.

    Der Augangspegel geht also richtung Mikrophonpegel, was gar nicht so tragisch ist (da er niederohmig ist wird das Rauschen an den meisten Mic Preamps gering ausfallen).

  • Hallo,

    Zitat

    Als Eingnangspegel zeigte mein Verstärker schon 20watt an

    wenn sich die Anzeige auf 8 Ohm bezieht, wären das über 12 Vrms bzw. fast 18 Vp !

    Da wäre der Klirr bei solchen Pegeln eigentlich super. Aber wer mißt, mißt...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Angaben waren für 4Ohm und waren wohl auch etwas über 20watt (aber so genau wollte ich es gar nicht wissen, dh hätte sonst das Multimeter drangehängt).

    Meine das der Behringer EQ fast 9V (rms??) im Ausgang schafft. Weiteres Lese ich sonst mal bei Wikipedia nach.

    So habe ich jedenfalls erstmal getestet, dass ich nicht mit Verzerrungen des Trafos im Signalpegelbereich zu rechnen habe.

    Ein normaler Signalausgang müsste den Trafo doch treiben können, zu den 2,6kohm kommen doch sicher noch etliche KOhm Wechselstromwiderstand hinzu?

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