Blechschälbohrer Frage

  • Ich persöhnlich würde ja gerne sehen wie du mit einer Reibahle ein Loch aufbohrst ^^. Reibahlen werden eigtl dafür verwendet um Passungen herzustellen, das heißt zb für eine 10H7Passung 9,8mm oder 9,9 mm vorbohren und dann reiben. Und 2 Zehntelmillimeter reissens dann auch nicht raus wenns Loch nicht rund ist.
    Falls die bohrung nicht rund wird gibts nur drei Faktoren warum das so ist, entweder man kühlt bzw schmiert nicht(Bohrwasser,Schneidöl usw.), drückt den böhrer förmlich durchs werkstück, oder er ist verschliffen.

    Ich glaube das einfachste wärs wenn man als Bastler (und das sind wohl die meisten hier)einfach einen guten satz Bohrer kaufen mit Bohrern bis 10 mm in halb mm stufen. Dazu dann einen oder zwei Stufenbohrer und bitte, bitte Schneidöl hernehmen! Das die Böhrmaschine das nicht packt bezweifel ich wenn man den hebel nicht nach unten drückt wie ein wilder. Den Schaft eines böhrers kann man auch abdrehen bei 12 mm auf 10 mm ne sache von 5 min. Man muss im Normalfall nur lieb fragen(schlosserei oä). Bohrer kann man immer brauchen also spricht eigentlich nichts dagegen anständige zu kaufen, müssen ja keine beschichteten von Garantmarkenböhrersein sein.
    Von der Methode mim AKkuschrauber rate ich ab.

    in diesem Sinne :)


    MfG


    Nomei

  • Hallo,

    man bekommt mit normalen (das sind nicht unbedingt die Discounter- und Baumarktangebote) HSS Spiralbohrern auch runde Löcher - Stufen- und Schälbohrer verwende ich erst ab Ø über 10 mm.

    Dazu sollte man

    1. "gute" Qualität kaufen - die Standzeit ist einfach höher, vor allem, wenn man

    2. Die Bohrer pfleglich behandelt - also nicht nach Gebrauch inne Kiste zu den anderen schmeißen, davon verschleißen die Schneiden mehr als beim Bohren.

    3. Mit der richtigen Drehzahl und Vorschub arbeiten (Material- und Ø-abhängig)

    4 Immer - wirklich immer - Bohr- und Schneidöl/-paste verwenden, das sind 2-3 €, die die Lebensdauer der Bohrer vervielfachen. Gerade bei Alu-Legierungen ist das wichtig, weil es sonst "frißt" und "rattert" und die Löcher dann vier- oder sechseckig werden.

    5. Ach ja, ein Ø 6 oder Ø 8 Loch bohrt man nicht mit einem Ø 6 oder Ø 8 Bohrer, sondern man fängt z. B. mit einem Ø 4 an und arbeitet sich in 2 oder 3 mm Schritten vor.

    Wem das zu aufwändig ist, sollte einem Schützenverein beitreten und die Löcher in seine Stompboxen reinschießen (lassen). ;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Jau besten Dank schonmal für die Tipps:

    Ich werde wohl mal in folgendes Investieren:

    Bohrpaste von Reichelt

    Schälbohrer von Reichelt

    Ich denke, damit ist's getan, weil mein Problem ja nur bei Durchmessern ab 10mm auftritt. Zuviel Vorschub gebe ich eigentlich nicht und die Drehzahl lässt sich bei der BOSCH Maschine von Ur-Opa noch garnicht verstellen. Die dreht immer sehr schnell.

    Habe ich denn die Reichelt Produkte korrekt ausgesucht oder ist das nicht gut für Alu Druckguss?

    Gruß, Thomas

    PS: Ich habe nochwas vergessen: Wo bekomme ich denn GENAU diesen Entgrater her, der oben weiter mal abgeildet wurde? Mit so einem hatte ich schonmal gearbeitet und war sehr zufrieden.

    [LEFT]"Nun komm schon Gehirn: Du magst mich nicht und ich mag Dich nicht. Aber da müssen wir jetzt leider durch. Danach werde ich Dich auch wieder kräftig mit Bier ersäufen."(Homer Simpson)
    [/LEFT]

  • Hallo,

    auch wenn loco es gerade gesagt hat, ich sag es noch mal gaaanz deutlich:

    Löcher in Alu mit Schälbohrer ohne eine Bohrmaschine mit Drehzahlsteller geht nicht. Das Alu schmiert dann auch mit Schneidöl und ein Tick zuviel Vorschub und der Bohrer hakt und haut dir das Teil aus den Fingern - oder genau in sie rein. :eek:

    Und diese Handentgrater kriegst in jedem Baumarkt, ansonsten in Geschäften für Industriebedarf (die liegen normalerweise aber nicht in der Fußgängerzone ;D).

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;252554

    Hallo,
    Löcher in Alu mit Schälbohrer ohne eine Bohrmaschine mit Drehzahlsteller geht nicht. Das Alu schmiert dann auch mit Schneidöl und ein Tick zuviel Vorschub und der Bohrer hakt und haut dir das Teil aus den Fingern - oder genau in sie rein. :eek:


    Kann ich bestätigen.
    Bei meinem allerersten Versuch hatte ich anfangs die Drehzahl nicht runtergedreht. Das war dann mehr ein raushämmern als ein bohren.

    Drehzahl runter und es lief alles sauber:)

    Gruß,
    Christopher

  • OK, besten Dank!
    Wäre auch zu blöd, wenn die Finger anschließend ab sind - dann kann man sein Effektgerät nicht mehr ausprobieren ;)

    Spaß beiseite, ich brauche also zu allererst eine Maschine mit Drehzahlsteller. Aber der Rest von Reichelt passt?

    Dank auch an loco, der Link ist wirklich super!

    Gruß, Thomas

    [LEFT]"Nun komm schon Gehirn: Du magst mich nicht und ich mag Dich nicht. Aber da müssen wir jetzt leider durch. Danach werde ich Dich auch wieder kräftig mit Bier ersäufen."(Homer Simpson)
    [/LEFT]

  • Zitat von eBernd;252517


    5. Ach ja, ein Ø 6 oder Ø 8 Loch bohrt man nicht mit einem Ø 6 oder Ø 8 Bohrer, sondern man fängt z. B. mit einem Ø 4 an und arbeitet sich in 2 oder 3 mm Schritten vor.

    Das mit den 4 mm stimmt aber 2 mm schritten nachsetzen find ich bei HSS übertrieben vorallem bei Alu.


    MfG

  • Hallo,

    beim verlinkten Schälbohrer steht halt der Sammelbegriff NE(Nichteisen)-Metalle, was ein sehr weites Feld ist - Messing und Alu - beides NE-Metalle - verhalten sich beim Bohren/Fräsen grundlegend anders.

    Bei der Bohrpaste steht nix dabei - aber immer noch besser als garnix nehmen :)

    "Früher" hat man für Alu als Bohrhilfe Spiritus genommen...

    Ich denke, mit niedriger Drehzahl klappts mit den beiden Teilen...

    Ach so, einen Ø 3 mm Bohrer solltest du auch haben, wenn du nämlich mit dem Schälbohrer immer ins Volle bohrst, ist die Spitze bald hin...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;252580


    Messing und Alu - beides NE-Metalle - verhalten sich beim Bohren/Fräsen grundlegend anders.

    Wie verhalten die sich denn anders? Beide hervorragend spanbar, weich, und perfekt zum drehen bohren oder fräsen.

    Zitat von eBernd;252580


    ...- aber immer noch besser als garnix nehmen :)

    vollkommen richtig!!!

    Zitat von eBernd;252580


    "Früher" hat man für Alu als Bohrhilfe Spiritus genommen...

    Kommt aufs Material an, für Alu und Messing ist Isopropanol(alkohol) ratsam, funktioniert 1A. Bei Temperguß eigtl allgemein Gußeisen hat sich Schneidöl oder Petrolium bewährt. Un bei Stählen (egal ob Rostfreie oder sonstige Stähle) bietet sich Bohrwasser oder Schneidöl an.

    Aber wie gesagt, das sind vorschläge wichtig ist das du schmierst bzw kühlst deine böhrer, fräser, drehstähle oder was weis ich noch alles werdens dir mit langerlebensdauer und guter schneide danken!


    MfG

  • Okay, vielen Dank erstmal an alle.

    Das mit dem Schmier/Kühlmittel werde ich beherzigen. Natürlich muss jetzt erstmal eine Bohrmaschine mit Drehzahlsteller her.

    Ich hoffe, dass ich dann im Januar mein erstes Gehäuse fertig habe und stelle das dann selbstverständlich in meine Galerie.

    Gruß, Thomas

    [LEFT]"Nun komm schon Gehirn: Du magst mich nicht und ich mag Dich nicht. Aber da müssen wir jetzt leider durch. Danach werde ich Dich auch wieder kräftig mit Bier ersäufen."(Homer Simpson)
    [/LEFT]

  • Ach ja, und mit der neuen Bohrmaschine würde ich auch die Anschaffung eines Maschinenschraubstocks empfehlen. Da kann man das Werkstück einspannen, so das man nicht Gefahr läuft, das es durch einen verkantetem Bohrer aus der Hand gerissen wird und Verletzungen anrichtet

  • Zitat von walter11;252629

    Ach ja, und mit der neuen Bohrmaschine würde ich auch die Anschaffung eines Maschinenschraubstocks empfehlen. Da kann man das Werkstück einspannen, so das man nicht Gefahr läuft, das es durch einen verkantetem Bohrer aus der Hand gerissen wird und Verletzungen anrichtet

    *räusper* Ich dachte das wäre selbstferständlich!!! Schraubstock is Pflicht! Und auf überhauptgarkeinenfall Handschuhe anziehen auch wenns nicht so aussieht hinter ner Bohrmaschine(ja auch hinter ner handbohrmaschiene) hängt ne gewaltige kraft nicht unterschätzen!!!


    MfG

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