Brauche hilfe bei Stereoröhrenverstärker

  • Ich war nun ein paar monate nicht mehr hier, und da ich immernoch nicht zu den "Musikern" gehöre konnte ich im Forum auch keine so hilfreichen Tipps geben.
    Jetzt brauche ich allerdings etwas Hilfe, bevor ich allerdings gleich in die Vollen gehe wollte ich ersteinmal anfragen:

    Ein enger Freund von mir hat einen Hifi Röhrenverstärker (geht richtung high end, ist aber importiert) dessen Ausgänge "Prasseln" und bei dem Regelmäßig eine Röhre anfängt wie eine Nachtlaterne zu leuchten.
    Schaltplände dieses Kolosses sind vorhanden, der Aufbau ist vorbildlich frei Verdrahtet.
    Oskar ist momentan noch nicht betriebsberiet, das wird sich aber laufe der Nächsten Woche klären.
    Meine Idee war es den Signalweg mitzuverfolgen, denn ich vermute, dass da irgendwas anfängt zu schwingen (die Bias Ströme sind alle genaustens eingestellt).
    Ich wäre aber um ein Paar tipps "achte mal darauf", "das sind kritische Stellen" und "miss auch mal dort" sehr freuen.
    Falls es also zurückechot reiche ich den Schaltplan nach
    (den muss ich erst noch organisieren, da dieser Beitrag eine "im Bett angefangen und das erste was ich am morgen mache Idee ist)

  • Hallo
    Die erstmal gängige Methode ist die "Nachtlaterne" in eine andere Röhrenfassung zu
    stecken und zu schauen ob sie dort ebenfalls zur Laterne mutiert. Bei den heutigen
    Röhrenqualitäten ist es nicht ungewöhnlich ,das auch neue zum Suizid neigen.
    Also,erstmal die Position zweier Röhren gegeneinander tauschen .
    Gruß aus Hamburg --.-loco

  • Das wurde schon ein paar mal ausprobiert (ich denke das ist jetzt schon der 3te Röhrensatz) ebenso auch in der Vorstufe. Der Fehler tritt auch nicht "sofort" auf, er lässt auch gerne mal ein paar Wochen auf sich warten, danach kann wieder etwas Ruhe sein. Ein leises Prasseln kommt dann dennoch aus den Lautsprechern, wo früher mal absolute Stille herrschte.
    Schaltplan kommt heute abend, ich kann jetzt nur mal rudimentäre infos des Nachfolgers einstellen:
    http://www.cayin.de/pdf/Cayin_A-55…lay_01-2006.pdf

  • vllt. der Schirmgitter R an der betroffenen Fassung?
    (Idee eines nur rudimentär Ahnung habenden...)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Hallo
    Deine Fragen lassen vermuten ,das du mit Röhrenverstärkern nicht sonderlich vertraut
    bist.Da sich der Fehler nur durch Messungen am eingeschalteten Gerät eingrenzen läßt,ist
    der Weg Techniker sicher der bessere. Die Höhe der Spannungen sowohl primär-, als
    auch sekundärseitig läßt keine Fehler bzw. Unaufmerksamkeiten zu.
    Gruß aus Hamburg --.-loco

  • Der Letzte Techniker meinte, der Fehler würde weggehen wenn er für 400€ die Biasstromplatine wechselt.
    Es ist gar nicht so einfach an die richtigen Leute zu kommen, und auch die brauchen warscheinlich ähnliche lange um herauszufinden, welche Stellen im Gerät, welchen im Schaltplan entsprechen.
    Könnte mein bekannter den Verstärker zur Deutschen Vertretung des Herstellers bringen wäre alles so "einfach".
    Er hat allerdings das pech, dass sein Verstärker der einzige ist, der von den 3 importierten Geräten Zicken macht.

    Ehrlich gesagt bin ich über die Antwort etwas enttäuscht, bzw hoffe dass du dich noch umentscheidest mich etwas zu unterstützen. Ich bin bisher schon durch schwerere Schaltungen soweit durchgestiegen, dass ich den Fehler eingrenzen und beheben konnte. Meist hat es genügt durch die Schaltungen "dann" genauer durzusteigen, wenn ich Fehlerhaftes verhalten (abweichende Oskar bilder, viel höhere Spannungen) erkannt habe.
    Momentan steht hier ein Röhrenbeamer der warscheinlich weitaus gefährlicher als der Röhrenverstärker ist, 37kv Beschleunigungsspannung und einige Stellen an denen 900V Wechselspannung anliegt.

    Um bei einem Röhrenverstärker fehler mit einem Oszilluskop im "Signalweg" zu finden, muss man doch noch nicht genau wissen wie der schaltungsteil funktioniert. Ebensowenig brauche ich zum "Sturen" spannungsnachmessen eine tiefere Ahnung von der Schaltung.
    Das Wissen das ich allerdings (wie auch der vermeindliche erste "Techniker") das ich nicht habe sind die Erfahrungswerte an welchen Stellen zuerst zu suchen ist.
    Bzw was ich an der Schaltung "verändern" darf um Fehler genauer einzugrenzen.

    Mein Vorgehen wäre bisher:
    Spannungen messen (ich weiß zb, das die Hauptversorgungsspannung warscheinlich schon mal 10% über dem Standard liegt).
    An C3 C4 wechselspannungen mit Oskar messen (wo ich mir hier nicht 100% sicher bin, darf ich die schaltung hier auch trennen)
    Soweit erkennbar darf ich auch die Endstufenröhren für Testläufe ziehen.

    Ich habe dem Bekannten auch nicht in Aussicht gestellt, dass ich Erfolgreich sein werde, es bleibt ein Versuch den Fehler zu finden (es wäre wirklich blöde, wenn es nur die eine kaputte Z-diode etc wäre).

  • Hallo
    Für 400€ die Platine wechseln erscheint mir etwas heftig .Macht auch nur Sinn,wenn
    die Platine ernsthaft beschädigt ist.Meine vorige Antwort ist so zu verstehen, das ich
    nicht möchte ,das irgendjemand in einem Forum, ermutigt durch Tips meinerseits,
    gesundheitlich zu Schaden kommt. Ich schick dir mal eine PM mit Tel.Nr.
    Gruß aus Hamburg --.-loco

  • Danke! Diese Möglichkeit habe ich etwas außer acht gelassen.
    Ich werde allerdings (falls ich den Fehler finde), doch mal einen "wagen" bericht hier schreiben.

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