Projektaufruf: Digital gesteuerter Verzerrer

  • Hi,

    o.k. wenn man es mit LCD machen will, dann kann man mehr Schritte machen, wobei ich bei meiner Meinung bleibe, dass 10 Schritte reichen (wenn die Regelcharakteristik stimmt!!!!!!!), aber es ist ja nur meine Meinung.

    Schwierig stelle ich mir vor, den Spanungsteiler von uC Software regeln zu lassen, denn dazu muss sie ja den verwendeten Typ bzw. die Kennlinie des Optokopplers kennen, und die sind alles andere als linear und besonders nahe dem Aus-Zustand sehr interindividuell verschieden, so dass es schwer sein wird, ein Poti, das von Ende zu Ende stets 500k hat, egal wie der Schleifer steht, zu simulieren, wenn man es nicht von Hand ausmisst und die beiden Spannungswerte für die LEDs vorgibt.

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hallo,

    gerade der Wunsch, den Analog- und Digitalteil getrennt zu gestalten, erfordert eine Definition der Schnittstelle.

    Hier wäre die Ausgabe von Spannungswerten typisch (also z. B. 0....2,56 V in 2^n Schritten).

    Die Optokoppler wären - wenn überhaupt - definierbar über einen Strom, so daß der Analogteil eine entsprechende V -> I Wandlung (mit Exponentiation für log. Potis) enthalten müßte.

    Das bedeutet, daß neben den "Digital-Spezialisten" und "Analog-Spezialisten" für das Projekt auch "Digital-zu-Analog-Spzialisten" gebraucht würden (Die heißen bei uns "Interfratzen" ;D).

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Namp'

    Wenn man ehrlich ist gibt es das ja schon von verschiedenen Herstellern, aber wir sind ja angetreten das selber bauen zu wollen. Ich hätt also gern 4 digital steuerbare potentialfreie Potis für meinen GT2;D.

    Hat das Tech21 nicht schon im Programm?
    Wahrscheinlich kriegst Du es irgendwann mal hin, aber dann werden Dich wieder die anderen typischen Probleme dieser Geräte plagen, die der Grund dafür sind dass wir AUCH noch die alten analog Teile benutzen:
    Daheim programiert stimmt der Sound auf der Bühne nicht und man muss sich wieder durchs Programm wühlen um was zu ändern. Von den 256 Presets benutzt man dann doch nur einige Wenige und die sollten so sein dass man sie notfalls während des Spielens verändern kann.
    Meine Lösung für das Problem ist dass ich mir einen 19ZollRahmen gekauft hab und in diesen (wenn ich mal Zeit hab;D) 4 Sansamp-Platinen reinbaue. Dann kann ich hin und her schalten und zu jeder Zeit einzelne Parameter ändern. Eine Selbstbau-Sansampplatine ist im Grunde nicht so teuer.

    Aber lass Dir den Wind nicht aus den Segeln nehmen, wie Du das mit dem digitalen Poti lösen willst interessiert mich schon, es wäre ein echter Meilenstein für DIY-ler.

    Bastlergruß

    Because Shit happens!

  • Glück Auf!

    Ich habe mich mit dem Problem Digital-Analog auch schon befasst (will einen Bass-Preamp entwickeln) und bin über die gleichen Probleme gestolpert. Optokoppler, so schön sie sind, haben für mich eine zu hohe Streuung in den Eigenschaften und sind mir für 16 oder mehr Regler einfach zu teuer, ganz abgesehen von den benötigten LEDs und PWM Controllern (ein ATmega8 schafft 16 LEDs -> http://www.mikrocontroller.net/topic/48506 , das macht also 8 virtuelle Potis). FETs zum steuern zu verwenden klingt schon besser, hat leider auch wieder Nachteile: jeder FET muss mit einem kontinuierlichen Analogsignal gefüttert werden (kein PWM). Digitalpotis sind in ihrer Anwendung dagegen am flexibelsten, trotz der eingeschränkten Betriebsspannung (+/-5V gegen +/- 15V am Opamp...) und der geringen Belastbarkeit (1mA). Wenn mehr Power benötigt wird, kann man ein Digi-Poti ja noch mit ein, zwei FETs kombinieren. Die Ansteuerung des ganzen vereinfacht sich dadurch ja auch, selbst der kleine ATmega8 kann dann z.b. über die 6 A/D Wandler "normale" Potis abfragen und deren Stellung per I2C an die Digitalpotis schicken. Selbsverständlich lassen sich dann auch weiterführende Steuerungen realisieren, z.b. MIDI, LCD, Taster, Drehencoder, A/D Wandlung von externen Signalen (z.b. Envelope Filter) etc. Und: der integrierte EEPROM reicht für eine Menge selbst eingestellter Presets.

    So und jetzt zerfetzt mich ;)

    _.-=: MFG :=-._

    Make a joyful noise unto the LORD, all ye lands.
    Serve the LORD with gladness: come before his presence with singing.

  • OK. Die Digipots werden über Optokoppler angesteuert um eine galvanische Trennung zwischen Analogspannung und Digitalspannung zu erziehlen. Der uC Teil wird über einen isolierten DCDC Wandler betrieben. Es werden 4Digipots(DS1666) und 3Relaise unterstützt. Die Digipots könne dann beliebig gesteckt werden (20,50,100k). Die 3Relaise haben je 2Wechslerkontakte.
    Programmierung erfolgt in BASIC (Mikroelektronic Basic Compiler). Es sollte kein Problem sein C Routinen in Basic und umgekehrt zu übersetzen.

    Werde mich diese Woche einmal tief in die Sache reindenken, und am Mittwoch den ersten Plan ins Forum stellen (hoffe ich habe genug Zeit). Dieser kann dann beliebig abgeändert werden.

    Die Werte werde ich in einem seriellen EEPROM ablegen. Vorteil: Der interne EEPROM kann nach einer Million Schreibkyklen, oder Programmierfehler nicht zerstört werden.Mache ich bei allen meinen Schaltungen so.

  • Vier Potis ist aber was wenig. Neben den 3 Relais mit Wechsler könnte man ja auch noch zwei Reed-Relais (ein Schließer oder Wechsler) vorsehen, die brauchen wenig Platz. Am besten nimmst Du einen ULN2803A, damit kannst Du 8 Relais ansteuern und die Freilaufdioden sind auch schon drin. Mann kann ja auch noch einen nicht gal. getrennten Schaltausgang vorsehen oder die freien Ausgänge für Status LEDs verwenden.

    Hast Du einen Link zu dem Compiler?

    Also ich hab mit dem internen EEPROM noch keine Probleme gehabt und wie willst Du den zerstören?

  • Habe heute mal angefangen.Ich werde bei den 5 Relaise nur einen Wechsler ausführen.
    Möchte nämlich gerne Schraubklemmen verwenden, und die brauchen viel Platz. Relais werde ich ganz ziemlich kleine verwenden. Habe heute meine Samples von Maxim bekommen. Werde aber erst einmal eine kleine Testplatine entwickeln. Ich sehe aber ein Problem zukommen: der benötigte Strom.Folgende Werte sind die blödsten Fälle: 5mA(uC) je 60mA(20mA pro Opto für Digipots), 150mA (30mA pro Relaise) und 160mA (2*7Segment multigeplext) und 120mA (LCD H9intergrund) == 495mA bei 5V .Solche DC/DC Wandler kosten schon Kohle , Nämlich 37Euro für die Hauptversorgung (-5V 750mA) und nochmals 14 Euro für die Isolierung zwischen Analog und Digital teil.
    Kennt ihr eine Type , die etwa 600-800mA kann(zur Sicherheit mehr) und einen zweiten galvanisch getrennten +5V (neben den +-5V Ausgang) hat, und zwischen den beiden Ausgängen auch noch eine Isolierung herscht??

    Noch etwas: In meinem Schaltplan habe ich den Usart mal freigelassen, weil ich wollte fragen, ob jemand eine Standartschaltung für den Midi Interface hat.

  • Das Problem mit dem Strom ist gelöäst. 2 DC DC Wandler. +-5V (+-100mA) kostet 8Euro. 5V (600mA) kostet 14Euro.

    Das sind die RS Components Nummern dazu:

    +-5V: 191-5010
    +5V: 150-809

  • Hi,

    also ich denke, man sollte hier nicht übertreiben. Programmierbare alleskönner gibts ja schliesslich genug auf dem Markt.

    Ich würde mich auf 3-4 Digipotis und eine Schaltstufe (für z.B. Mod Wechsel) einschränken. Das alles auf 6 bis höchstens 10 Programme abspeicherbar. Fertig.
    Mehr braucht keiner. Alles ander wäre einfach zu aufwändig und zu teuer als Bastelobjekt.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Glück Auf!

    Zitat von Chris Guitar;233719


    Mehr braucht keiner. Alles ander wäre einfach zu aufwändig und zu teuer als Bastelobjekt.

    Doch, ich :D ;) Ich will halt etwas individuelles bauen. Wer mag kann sich dann auch daran versuchen oder es lassen, ganz einfach.

    Topic:

    Mich würde es interessieren, ob man das überhaupt mitbekommt, ob man nun eine gemeinsame Energieversorung hat oder nicht. Zumindest wenn man auf Relais verzichtet, behaupte ich, merkt man überhaupt nix davon.

    _.-=: MFG :=-._

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  • Ich würde das erst mal ohne gal. Trennung aufbauen. Den digital Teil kann man erst mal mit nem LC-Glied filtern und die -5V mit ner Ladungspumpe erzeugen. Kostet auf jeden Fall weniger wie 22,-€. Kommt bei RS nicht auch noch die MwSt. und Porto drauf?

    Außerdem brauchst Du die Relais nicht von den 5V des uC zu versorgen, das stört nur und die nehmen es nicht so genau mit der Spannung. Mit dem von mir genannten ULN2803A kannst Du die sogar mit den 9V speisen (6V Relais mit Vorwiderstand).

    Das ganze mit dicken LC-Filtern voneinander trennen, da gibt es auch keine Störungen. Ordentliche Masseführung vorausgesetzt.
    Schraubklemmen würde ich nicht nehmen. Höchstens für die Versorgungsspannung.

  • OK. Versorgungsspannung werde ich wie folgt aufbauen: 7805er für den uC Teil. DC/DC Wandler für die Digipots. Der übrigens 100mA. Mann kann also den DC/DC Wandler gleich für die Versorgungsspannung des Analogteils mitbenützen.

    Wieviele Relaise sind jetzt wirklich erwünscht??? 2,3,viele ???
    Ich würde mich aus Platzproblemen gerne auf 4 beschränken (mit je einem Wechsler).

    Schraubklemmen lass ich weg. Dafür kommen Lötstifte rein.

  • 4 mit einem Wechsler ist was wenig. Für Bypass gehen ja dann schon zwei drauf. Würde eher sagen 1 Relais mit 2 Wechsler und 3 Einfachwechsler. Wenn Du eh den ULN2803A nimmst, würde ich da einfach die freien Transistorausgänge sowie 5V und GND noch auf Lötstifte führen. Da kann man ja dann noch 4 weitere Relais auf einem Erweiterungsboard anschließen.

    Gerade bei Prototypen mache ich auch noch gerne Lötstifte für alle PINs vom PIC rechts und links vom Sockel, da kann man dann noch schnell ne Erweiterung per Huckepack drüberpacken:

    http://picasaweb.google.com/underwood.de.v…425569371177858

    Gruß
    Jürgen

  • Hier mal wie versprochen ein Prototyp.
    Was sofort auffällt: Wo ist das LCD und die 7Segmentanzeige??
    Antwort: Es gibt eine Stiftleiste, auf die eine eigene Platine (mit Portexpander) angeschlossen wird.

    Ich sehe wieder ein Problem: Die Anbindung der Digipotis in die Schaltungen.
    Bei Schaltungen mit Transen wird das kein Problem sein.
    Bei OP Schaltungen, müsste die virtuelle Masse mit der Masse des DC/DC Wandlers verbunden werden.

    Stimmt das Midi Interface ?

  • Hi,

    wieso steuerst Du die Digipots mit einem Optokoppler an?
    Würde es nicht besser sein, das ganze ohne Digipoti und nur mit Optokoppler (allerdings welche mit LDR und nicht mit Transistoren) zu realisieren? Oder können die Ausgänge des PIC (11-14) nur high/low?

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Das sieht ja super aus! Gratuliere!

    Gibts da auch schon ein Video mit Gitarren-Verzerrer-Sound? Auf dem Video hör ich nämlich nur ein paar Geräusche (deiner Hand? -> beim Umschalten, etc.).

    Da ich eher der "Nachbau-Typ" bin, frag ich mich, ob der Digital-Teil "stand-alone" ist, oder ob man den für jede Implementierung umprogrammieren muss; Wenn ja: wie schwer ist das?
    Ich finde das Ding nämlich super!!! Da ist der "will-haben-Faktor" natürlich ziemlich groß.

    Leider kann ich nicht mehr Feedback geben, da ich nicht sooo der Elektronik-Crack bin, aber bitte mach weiter und veröffentliche Deine Ergebnisse hier, ich finde die ganze Sache sehr spannend!

    Beste Gruß und weiterhin viel Erfolg,
    Dominik

    Es ist halt immer anders, entweder du hast mit Metallica angefangen und hörst halt Dimmu Borgir oder du hast mit Backstreet Boys angefangen und hörst dann Nargaroth oder so...

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