Höhenklau bei Volumeschalter trotz Kondensator und Widerstand?

  • Hallo!

    Ich bin neu hier, habe gestern meinen ersten Bausatz bekommen und gleich komplett zusammengebaut. Dabei handelt es sich um einen Volumeschalter. Nun habe ich aber das Problem, dass bei eingeschalteter Lautstärkereduzierung immer noch ein Fehlen der Höhen bemerkbar ist.
    Ich betreibe das Gerät im FX-Loop meines AC30CC2, und beim Vergleich der Lautstärkeregulierung durch Schalter oder Master-Volume fällt der Unterschied schon auf.
    Hab ich eventuell etwas falsch gemacht, ist das einfach so oder ist da eventuell ein Bauteil defekt? Ich habe gerade erst angefangen, mich mit der Materie zu beschäftigen, deswegen wäre ich für Hilfe sehr dankbar.

    Einen schönen Sonntag, Christian

    Mfg, Mr Miau

  • Hi,

    die Eigenkapazität eines langen (Giterren)Kabels ist nicht zu unterschätzen.
    Beim zurückgeregelten Poti wird dabei ein Tifpass gebildet wodurch die Höhen dann mehr oder weniger gefiltert werden.
    Versuch den Volumenschalter im FX-Loop mit kurzen Patchstrippen zu verbinden, dann wirst du feststellen, das die Höhen dann nicht mehr so stark, bzw garnicht mehr gedämpft werden.

    Übrigens, was für nen Wert hat das Poti ?
    Falls 100k oder mehr, dann versuch mal einen 10k-47k einzusetzen.
    Bei diesen Werten würde sich die nachgeschaltete Kabelkapazität nicht so stark negativ auswirken.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hallo, danke für die Antwort. Das Poti hat 500k. Ich werde bei meiner nächsten Bestellung mal ein niedrigeres mitbestellen. Wirkt sich das auch irgendwie auf den Klang bzw die Funktionalität aus?

    Zum Thema Kabel: Es waren recht lange Kabel, das stimmt, ich werde auch die Patchkabel mal testen. Aber live bin ich ja auf längere Kabel angewiesen, also hoffe ich, dass dein Tipp mit dem Poti klappt.

    Danke nochmal und einen schönen Sonntagabend

    Mfg, Mr Miau

  • eigentlich nicht. Kleinerer Potiwert dürfte sich im FX-Loop nicht negativ auf den Klang auswirken.

    500k ist dann geeignet, wenn man die Volumebox zw. Git. und Amp schalten will.
    Allerdings wäre die auswirkung der ganzen Kette (Kabel->Poti->Kabel) auf das passive Gitarrensignal noch gravierender als im FX-Loop des Amps.

    Wenn du live auf lange Kabel angewiesen bist (sind wir das nicht alle ?;D ) dann bist du mit einem 22-47k Poti gut bedient.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hallochen,

    versuchs mal mit einem Kondensator mit einem Wert so zwischen 470p - 1n zum Poti zu schalten - siehe Abbildung

    http://www.excellentleads.com/images/circuit4.jpg


    Habe mal auf "die schnelle" gegooglet, um eine Abbildung zu finden, mit der du in etwa was anfangen kannst.
    Löte mal so einen Kondensator, wie ich oben angegeben habe an das Poti, dann müssten die Höhen größtenteils wieder da sein.


    MfG
    Accent

    MfG
    Accent

  • Zitat von elkulk;228575

    Der C ist mit einem Wert von 1nF2 doch schon drin:
    http://diy.musikding.de/content/view/43/8/

    Er könnte höchstens den Widerstand, der dazu in Serie liegt, weglassen.


    Ups.....wie dumm von mir, habe mi das Schaltbild garnicht angeschaut bzw. ncht drauf geachtet.

    Habe mir mal jetzt das Schaltbild angesehen.

    Eingangswiderstand von 1M isz schon vorhanden, also Poti-Wert runter auf ca. 10-25K, ggf. noch diesen Kondensator rein. Den 130K Widerstand würde ich weglassen...dann müsste es hinhauen.
    Das einzige, woran es dann noch klappern könnte, schlechte Lötstellen, evtl. die Kabel, die verwendet werden.

    MfG
    Accent

  • Mir ist gerade noch eingefallen.....es könnte jetzt sein, durch die Umdimensionierung des Poti's, dass die Höhen "komisch" klingen, dann den Kondensatorwert von 1,2n auf 470p-680p verringern.

    MfG
    Accent

  • Das ist richtig. Mit einem Kondensator am Poti lässt sich der "Fehler" etwas korrigieren.
    Allerdings wird der Sound dabei je nach Potistellung mehr oder weniger verbogen.
    Diese Methode würde ich nur dann bevorziehen, wenn ein hochohmiges Poti zwingend notwendig ist, z.B. wen die Volumebox zw. Gitarre und Amp geschaltet wereden muss, oder halt am Poti in der Gitarre selber.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Ich selbst machen das auch nur bei Poti's ab 500K aufwärts. In der Regel versuche ich einen "Treble Capacitor" in solchen Fällen zu umgehen.

    Was ich mich frage, was hat so ein Teil überhaupt im FX-Loop eines AC30 zu suchen, wie Mr. Miau kurz beschrieben hat.


    MfG
    Accent

    MfG
    Accent

  • Zitat von Mr Miau;228594

    Ich versuche damit den Lautstärkeunterschied der beiden Kanäle auszugleichen, die ich mit einer A/B-box wechsle.


    Im FX-Loop gleichst du die Lautstärkeunterschiede an?

    Ich selbst ziehe es vor, am "Input" des Amps, wenn ich über zwei zusätzliche Kanäle spiele, die mit dem selben bzw. auch dem Pre-amp des Amps betrieben werden.

    MfG
    Accent

    MfG
    Accent

  • Wenn ich die Röhrenverzerrung beilassen will, kann ich den Eingangslautstärke nicht verändern. Da ich den anderen Kanal aber clean betreibe, haben die beiden Kanäle einen sehr unterschiedlichen Output an den selben Master-Regler. Daher hab ich keine andere Wahl, als die Lautstärke im FX-Loop zu regeln.

    Deinen Satz verstehe ich übrigens nicht so ganz...

    Mfg, Mr Miau

  • Aha....naja, hätte ich vieleicht wissen müssen, dass es nicht anders geht....macht ja nichts. :)


    Zitat von Mr Miau;228608

    Deinen Satz verstehe ich übrigens nicht so ganz...

    Naja.....das kannst du vielleicht auch nicht wissen, bzw. drauf kommen. :)
    Na dann erkläre ich dir mal das Ganze.

    Ich selbst spiele über drei Kanäle, wobei ich einen Kanal meines JCM800 nutze und über FX die beiden anderen Kanäle über einen separaten Preamp. Ich schalte sozusagen vor dem JCM um, bevor ich in den Amp gehe,den separaten Preamp passe ich mit dem Master-Regler an, so das alles gleich laut bzw. die gewünschte Lautstärke oder auch Lautstärkeunterschiede hat.


    MfG
    Accent

    MfG
    Accent

  • Zitat von Mr Miau;228620

    Sobald ich etwas mehr Erfahrung im DIY-Bereich habe, werde ich wohl auch mal einen Preamp anpeilen. Darf ich fragen, welchen du benutzt?

    Also, direkt auf meinem Pedalboard habe ich momentan den Tech21 SansAmp TRI-A.C., bin damit mehr als nur zufrieden. Ansonsten habe ich noch einen zusätzlichen Preamp (19 Zoll Rackmodell - Eigenbau mit drei verschiedenen Röhrenvorstufen aus 1. Fender Blackface, 2. Mesa Dual Rectifer und 3. Soldano Slo 100), habe das Teil schon ein paar Jahre, als ich noch mehr Zeit und die Lust hatte, DIY Projekte großartig auf die Beine zu stellen.
    DIY ist bei meinen ganzen Zeugs garnicht so viel, eben nur dieser Preamp, ein Netzteil für die ganzen Bodenpedale und zwei Looper, ansonsten alles andere Original.
    Klar, DIY ist in den meisten fällen biller und eben dieser Effekt des selberbauens......zu bestimmten Sachen sage ich mir auch, ok.....dass löte ich mir zusammen.....ABER......damals zu DDR-Zeiten hatte ich mir immer Originale vernünftige Sachen gewünscht, da ich zu DDR-Zeiten zu 90% alles Eigenbau hatte......und irgendwann kommt man von diesen Eigenbau-Kram etc. doch mal ab, da kann man das nicht mehr sehen. Heute kaufe ich mir die Sachen, die ich haben möchte und was der Geldbeutel zulässt. Selberbauen etc. ist bei mir nur noch angesagt, wenn es z.B. was nicht mehr zu kaufen gibt, z.B. aus der Produktion genommen und Modifikationen und Reparaturen.


    MfG
    Accent

    MfG
    Accent

  • Hallo,
    Beim Volume Schalter vom MD wird der 130k Widerstand und der Kondensator in Reihe geschaltet - im Netz findet man aber oft Hinweise (z.B. bei Rockinger), diese parallel zu schalten. Was denn nun? Hab beides versucht, bekomme aber bei beiden Varianten nicht wirklich eine cleane Volume Reduzierung. Mit Widerstand parallel ändert sich ausserdem das Regelverhalten des Potis. Habe A500K Poti in einem Passiven Volume Schalter, der hinter den Effekten direkt vor dem Amp hängen soll.
    Besten Dank

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