Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

  • So ich bin im immer noch auf der Suche nach dem idealen Overdrive und habe dazu nen paar Fragen.

    Ist es sinnvoll die Verzerrung quasi stufenenweise zb. mit mehreren Fets zu erzeugen oder erziele ich das gleiche Ergebnis wenn ich nen opamp nehme das Signal clean hochverstärke u. damit nen Fet ordentlich überfahre statt mehrere jeweis nur leicht übersteuernde Stufen hintereinander zu schalten. um gleiches gain zu erreichen?

    Macht es den Sound differenzierter u. druckvoller wenn ich den Bassanteil eines Gitarrensignals nicht verzerre sondern getrennt verstärke u. am Schluss wieder hinzufüge (ähnlich wie bei bass overdrives) u. wo sollte man da in etwa trennen?

    Ok ich bin gespannt auf eure Meinungen u. Erfahrungen

    Mfg

    Arne

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Hmm hat wirklich Niemand mal mit solchen Schaltungen experimentiert und kann mir von seinen Erfahrungen berichten?Wäre echt supernett!

    mfg

    Arne

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Hi Arne.

    Ich habe leider noch nicht viel mit FET-stacking bzw. OpAmp-bläst-FET-an Schaltungen experimentiert, deswegen nur meine Überlegungen zu dem Thema:

    Ob es "sinnvoll" ist mehrere Stufen zu nehmen oder nicht ist letztendlich Geschmackssache. Es klingt auf jeden Fall anders als wenn man nur einen OpAmp nimmt.
    Es gibt ja auch Schaltungen in denen ein OpAmp eine Röhre anbläst, das macht wie gesagt schon einen klanglichen Unterschied. Wie genau ein FET darauf reagiert kann ich aber leider nicht sagen da ich es nicht ausprobiert habe und mir im Moment auch kein Pedal einfällt dass so aufgebaut ist.

    Das "stacken" von FETs ist eben die übliche Vorgangsweise um Röhrenstufen zu emulieren und das Ergebnis ist klanglich auch nicht von schlechten Eltern. Einen OpAmp zum anblasen eines FETs zu nehmen dürfte eben in Richtung Eingangsröhre-beim-Amp-per-Booster-einheizen gehen. Ob der FET das aber so nett wie eine Röhre mitmacht? ...

    Grüße ... Timm

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Hallo Arne,

    die FET-Version ist, für meinen Geschmack , die beste Overdriveversion überhaupt.
    Meine Favoriten auf dem Steckbrett waren J201.
    An diesen runden Overdrive kommst Du mit keiner OP/Dioden-Schaltung.
    Dazu kommt, daß Du so eine Schaltung auch vor nem Transenamp betreiben kannst.
    Die klassischen OD-Schaltungen wurden ja konzipiert, um Röhrenamps anzublasen und klingen vor Transen oft bescheiden. :(

    Im Übrigen hatte ich in Ingos Thread dazu schon einiges geschrieben.

    Viel Spaß und Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Zitat von Rockopa58


    Dazu kommt, daß Du so eine Schaltung auch vor nem Transenamp betreiben kannst.
    Die klassischen OD-Schaltungen wurden ja konzipiert, um Röhrenamps anzublasen und klingen vor Transen oft bescheiden. :(

    Stimmt, da ist was dran. Ich hatte das u.A. mit dem rog Peppermill getestet ... vor nem Röhrenamp klingt die Schaltung gut. Vor einem Transistoramp klingt sie saugut weil sie einen Röhren-Crunch doch ziemlich gut emulieren kann.

    Übrigens hab auch ich die besten Erfahrungen mit den J201 gemacht.

    Grüße ... Timm

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Zitat von Tümmüh

    ...
    Stimmt, da ist was dran. Ich hatte das u.A. mit dem rog Peppermill getestet ... vor nem Röhrenamp klingt die Schaltung gut. Vor einem Transistoramp klingt sie saugut weil sie einen Röhren-Crunch doch ziemlich gut emulieren kann.
    ...

    Wobei der Peppermill ja gerade ein Beispiel dafür ist, dass eine einzelne Verstärkerstufe - in diesem Fall ein N-Channel-Mosfet - vor einem FET (J201) bereits ausreicht. Und gut klingen kann.

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Naja ich habe mal ne opamp+j201 stufe ausprobiert klang auch ganz gut ist mir aber durch zu hohe Vcc (instabiles diy Nt) krepiert bevor ich weiter tüfteln konnte . Ich denke ich bau son Ding nochmal auf, da mir fet-stacking zu aufwendig ist (mehrere Arbeitspunkte auf optimum einstellen,Fets selektieren,Erhöhtes Grundrauschen).

    Was haltet ihr von der 2ten Idee?

    mfg

    Radaukind

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Das mit den weniger verzerten Bassanteilen kannst du auch ausprobieren, indem du mit einem Treblebooster in deinen Amp gehst und am Amp selber die Bässe wieder nachdrehst bzw. die höhen wieder raus. Stark verzerrte Bässe bei der Gitarre klingen eher nach Säge. Weniger verzerrte Bässe klingen weicher.
    Gruß, Iko

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen

    Meinst du ich kriege dasselbe Ergebnis wenn ich die Bässe vorher abschwäche und hinterher wieder verstärke als wenn ich die Bässe separat am Overdrive vorbeiführe?

    Denn wenn der lowcut wirklich ausreichen hoch abgesetzt ist um matschen zu verhinddern (so evtl. 700hz 3db abschwächung wie in vielen Verzerrern)
    is doch am ende fast kein Bass mehr da den man verstärken könnte oder ?

    Achja spiele standard E tuning.

    mfg Radaukind

  • Re: Neuen Overdrive bauen ein paar Fragen


    Zitat

    Denn wenn der lowcut wirklich ausreichen hoch abgesetzt ist um matschen zu verhinddern (so evtl. 700hz 3db abschwächung wie in vielen Verzerrern)
    is doch am ende fast kein Bass mehr da den man verstärken könnte oder ?

    Da hast du wohl recht.

    Zitat

    Meinst du ich kriege dasselbe Ergebnis wenn ich die Bässe vorher abschwäche und hinterher wieder verstärke als wenn ich die Bässe separat am Overdrive vorbeiführe?

    Weil du recht hast, bekommst du so tatsächlich nicht dasselbe Ergebnis. Dein versuch ist interessant und du solltest das ruhig mal ausprobieren. Ich wollte mit meinem Thread nur anmerken, dass du in gewisser Weise schonmal ausprobieren kannst, was dich in etwa erwartet, wenn die Bässe mal stark und mal weniger stark verzerrt werden.

    Die Krönung wäre ja, wenn du es schaffst, dass man stufenlos von völlig unverzerrten Bassanteilen in absolute Basssäge regeln kann. Das würde warscheinlich nicht nur mich interessieren.

    Bastlergruß, Iko

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