Ist die Verzerrung amplitudenabhängig? Oder klingt die eher nach Oktaver oder nach Noisegate? Ploppt der denn beim Ein- und Ausschalten? Von dem "verbeult" könntest Du mal einen Screenshot einstellen. Tr3 und Tr6 heiss ist ganz normal, brät ja jeder auch seine 300mW. Spannung an Tr6 von Basis nach -Ub 1,4V ist ganz normal, aber wenn die Spannung 1,4V wirklich zwischen Basis und Emitter war, dann ist der Tr6 hinüber.
defektes Marshall 3310 Transistor Top
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Hallo Bert,
Am Besten versorgt man die Treiberstufe solch einer Endstufe ohnehin mit einer stabilisierten ca. +/-5V höheren Betriebsspannung, sonst sind ca. 20% Netzteilleistung verschenkt. Aber wem sage ich das...Hallo Key,
Ist denn der Tr.6 tatsächlich ein MPSA06 gewesen? Das würde einiges erklären, da dieser nur eine zulässige UCE von 80V hat, hier in der Schaltung bei +/-50V UB jedoch fast 100V vertragen können muß. Das wäre doch sehr befremdlich. Dann würde ich dort einen MPSA43 einsetzen, der ist komplementär zum Tr.3 und verträgt 200V.Grüße, Loesti
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Das ist ja mal ein dicker Hund. Also beim Uwe im Kit sind sogar ausreichend spannungsfeste drinnen. Dann doch besser MEK wie Marshall

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Hallo Loest,
Erst mal vielen Dank für so hilfreiche Antwort. Der Marshall hat Fehler in der Vorstufe, die ich aber in den Griff bekomme. Das Netzteil geht und es fliegt keine Sicherung. Bei angeschlossenen Lautsprecher höre ich eine Verzerrung. Die kommt nicht aus der Vorstufe. Im Bereich der Treibertransistoren sieht mein Sinus verbeult aus.Tr6 wird richtig heiss. Gemessen habe ich eine Basis Emitterspannung von 1,4 Volt. Inzwischen ist mir ein Beinchen von Tr6 abgebrochen. Hab ich erst mal neu bestellt.
Hallo an alle aus diesem Beitrag. Hab den Fehler in meiner Endstufe gefunden. C3 war ausgelaufen und hat das Signal an den Treibertransistoren zusammen gedrückt.
Ich habe zwar die Mosfets noch nicht wieder angelötet, aber ich bekomme jetzt an deren Gateanschlüssen wieder sauberes Sinus von meiner Mess CD.
Noch mal vielen Dank an Euch alle. -
Hallo,
Vermutlich war der C3 nicht ursächlich für das Problem, das hätte sich anders geäußert. Eine Fehlfunktion an dieser Stelle würde sich ohnehin erst mit angeklemmten Leistungs-MOSFET zeigen, wie vieles andere auch.
Wie bist Du denn mit dem T6 verblieben? MPSA06 oder 43?
Erst- bzw. Wiederinbetriebnahme von Leistungsendstufen sollte unbedingt abgesichert erfolgen. Im Schaltplan sind dort jedoch gar keine Sicherungen eingezeichnet. Da müssten also 2 Sicherungen mit 0,5A zwischen rein, oder Widerstände mit ca. 10 Ohm. Ich persönlich verwende dafür gerne 2 Glühlampen 12V ca. 10W, aber auch die könnten bersten.
Auch sind +/-50V nicht mehr Niederspannung und für den Laien daher eigentlich tabu. Explodierende Bauelemente können bei solchen Energien zu gefährlichen Geschossen werden.
Schau doch mal im Bekanntenkreis, ob Du für das weitere vielleicht besser einen Elektriker findest!
Grüße, Loesti -
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