• Hallo,

    Ich möchte in meinen Cleanboost mit Muff-ähnlichem Tone-Stack einen schaltbaren Mittenboost zufügen. Praktisch sollte das einfach ein zweites Tone Stack mit anderen R-C Werten sein, das Mittels Kippschalter aktiviert wird.

    Nun die eigentliche Frage: Um wieviel dB sollen die Mitten geboostet werden, um einen schönen fetten Klang zu erzeugen? Ich arbeite mit dem Tone Stack-Calc. und habe mit den derzeitigen Werten einen Boost von ca.4 dB um den 1kHz Bereich. Das ist sicherlich zu viel (oder?), was wäre denn ein angebrachter Wert?

    Vielen Dank, MFG

    Frank

  • Re: Mittenboost

    Hallo Frank!
    Einen Unterschied von (-)3dB hast Du, wenn Du einfach ein Seite der Stereo-Anlage wegschaltest. Technisch gesehen sind +6dB eine Verdopplung der Spannung, bei +10dB hast Du vom Empfinden her eine Lautstärken-Verdopplung.
    Nur so als Anhaltspunkte.
    Allerdings ist das Lautstärke-Empfinden Frequenz-abhängig und vor allem im Bereich der Mitten ab 1 kHz (Sprache) ist das Gehör sehr empfindlich. Schau mal nach den so genannten Fletcher-Munson-Kurven wenn Dich das interessiert.
    Was ich sagen will:gerade in den Mitten wäre ich mit starken Boosts eher vorsichtig, das kann schnell nerven. Da bist Du mit deinen +4dB ganz gut dabei, denke ich.
    Wenn Du die Möglichkeit hast, nimm doch mal Deine Gitarre auf und simuliere mit einem Software-EQ (ist ja meist im Sequenzer dabei) den Boost.
    Grüße!
    Chris

  • Re: Mittenboost

    So einfach ist das mit dem Mittenboost nicht.

    Zuerst muss man die Ansatzfrequenz vom Filter festlegen, dann noch die Steilheit und die Bandbreite. Es gibt da gewisse Verhältnisse die "musikalisch" klingen, daran sollte man sich orientieren.
    Das Gegenteil davon wäre dann ein steiles Notchfilter, ist jedoch auch ein Mittenboost.

    Ein aktives parametrisches Filter ist mMn eine gute Lösung, das kann man Gusto abstimmen.

    Jürgen

  • Re: Mittenboost

    Hi,

    Vielen Dank für die Antworten.

    iChris: Sehr anschaulich; die Idee mit dem Simulieren des Boostes werde ich gleich in die Tat umsetzen.

    JHS: Klar, Aktiv wäre das wesentlich eleganter und vielseitiger zu lösen. Aber leider (sieht man auch an der Frage) bin ich noch nicht so Fit in der Gitarren-Effekt Theorie, oder überhaupt Klangbeeinflussung-Theorie, als dass ich mir sowas zu trauen würde. Wenn ich mal Zeit (=Urlaub) habe, bastle ich ein wenig herum, mehr ist es noch nicht. Vielleicht finde ich mal die Zeit mich in die Materie auch wirklich theoretisch einzuarbeiten. Nichtsdestotrotz vielen Dank für die Anregung.

    MFG Frank

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