Fehlersuchen-Routine?

  • Hallo DIYler!
    Mich interessiert: habt Ihr so eine Art Routine, die ihr bei der Fehlersuche anwendet? So wie im Studio: den Signalweg abgehen und so den Fehler eingrenzen. Gibt es eine ähnliche "Anleitung zur Fehlersuche" für Schaltungen und wenn ja, wie sieht die (praktisch) aus?
    Habe in Threads gesucht, aber zu spezielle Effekten was zur Fehlersuche gefunden. Mich interessiert das allgemeine Vorgehen. Falls es so einen Thread schon gibt und ich nicht gefunden habe, sagt mir Bescheid.
    Chris

  • Re: Fehlersuchen-Routine?

    Hallo
    Die Frage ist zu allgemein gehalten.Die Vorgehensweise
    hängt unter anderem von den zur Verfügung stehenden Meß-
    geräten und der Erfahrung des Fehlersuchenden ab. --.-loco

  • Re: Fehlersuchen-Routine?

    Hallo,

    Die Fehlersuche bzw. das Vorgehen ergibt sich meiner Meinung nach jedes mal neu. Natürlich gibt es Standards wie z.B. überprüfen, ob die Versorgungsspannung überall da anliegt, wo sie soll und ob auch überall da Masse ist, wo sie sein soll. In NF Schaltungen macht sich ein Funktionsgenerator (darf auch ein kleiner Phasenschiebergenerator sein) und ein Oszi gut. Da kann man vom Eingang bis in das kleinste Schaltungsdetail den Signalweg verfolgen. Das reicht zu 98% schon aus, einen Fehler zu finden. Schaltpläne lesen und verstehen zu können und das nötige Wissen um die Funktion der einzelnen Bauteile ist dabei Vorraussetzung. Selbst komplizierte Schaltungen wie Rechnersysteme sind bei systematischem Vorgehen kein Problem. Von Vorteil ist auch, wenn man die Funktion der Schaltung kennt und daher an dem Ausfall schon eingrenzen kann, in welchem Schaltungsteil der Fehler vermutlich steckt. Aber wie gesagt, Fehlersuche ist ein komplexes Thema. Ein Patentrezept, welches für alle Schaltungen gilt, gibt es meines Wissens nach nicht.
    Ich verdiene mein Brot mit Fehlersuchen und Analysen, warum die Fehler aufgetreten sind. Da erfolgt zu allererst eine Sichtkontrolle. Zur Not auch unterm Mikroskop. Da fallen dann schon oft sichtbar defekte Bauteile oder Lötfehler auf. Ist nichts dergleichen festzustellen, hilft nur Inbetriebnahme, Studieren des Schaltplanes, Funktions- und Schaltungsanalyse und dann messtechnisch den Fehler ermitteln. Ich habe da bei einem medizinischen Analysegerät für Blut einmal mehrere Tage zugebracht. Die Echtzeituhr auf dem Motherboard ging nicht. Der 32 KHz Quarz schwang nicht an. Da wurde mehrfach alles gewechselt. Quarz, Ziehkondensatoren, RTC Chip. Nichts half. Bis irgendwo im Datenblatt kleingedruckt stand, daß der Oszillator erst losrennt, wenn ein spezielles Bit in der RTC gesetzt wird. Naja, also doch kein Fehler und trotzdem mehrere Tage daran verbracht. Tja, soetwas gibt es auch...

    Gruß Ingo

  • Re: Fehlersuchen-Routine?

    Sagen wir mal so:
    Um Fehlersuchen zu vermeiden ist es notwendig
    schon während des planens und aufbauens alles bestens im Überblick zu haben
    und zu kontrollieren bzw. nachvollziehen ob alle Bauteile korrekt auf die Platine gelötet werden
    und ob die Leiterbahnen auch da hin gehen wo sie hin sollen, also zu den entsprechenden anderen Bauteilen...
    Ein- und Ausgang lieber separat checken, als sich auf eine Anleitung zu verlassen,
    diese werden oft verwechselt, wie man hier im Forum ab und zu liest ;)
    Auch verschiedenfarbige Litze schaffen einem Übersicht!
    Schritt für Schritt - Stück für Stück - und vor allem: Ruhe und Geduld!
    So verfahre ich ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

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