Eigenentwurf Distortion

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Hab noch ne Frage... C4 und R8 bilden ja einen Hochpass-Filter, bildet R7 und C4 auch gleichzeitig einen Tiefpass? ( Das wäre nicht so praktisch, aber für mich sieht es fast so aus)

    Es ist mir auch weiterhin unklar ob C9 mit R7 zusammen noch einen Tiefpass-Filter bildet oder nicht... wäre froh um Rat.


    edit: Ach was, ist so oder so verkehrt was ich da gezeichnet habe... ich vertausche einfach die Plätze von C4 und R8, dann sollteR7, R8 und C4 einen Tiefpass ergeben, oder? R7 und R8 addiert sich, so wie ich es im Schaltplan habe, oder liege ich da falsch und formt lediglich R8 und C4 den Tiefpass?

    Schema verbessert im Anhang

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    C9 lässt sehr hohe Frequenzen durch.
    Weil diese somit auf den negativen Eingang des OP-Amps geführt werden, bewirkt dies im Endeffekt eine Auslöschung hoher, eventuel oszillierender Frequenzen.
    Für sich genommen ist es also ein Hochpass. Die genaue Berechnung ist schwierig, weil R8, C4 und R7 ein Wörtchen mitzureden haben.
    Praktisch kann man aber wohl C4, R8 und R7 hierbei vernachlässigen. Edit: R8 kann man doch nicht vernachlässigen.

    C4 und R8 bilden mit R7 für sich genommen einen Tiefpass.
    Auch wenn hier, wie eben wegen der Position, die am leichtesten passierenden Frequenzen im Endeffekt am stärksten ausgelöscht werden.

    Hoffe ich konnte damit helfen. Ich finde dein Projekt toll.

    Iko

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Herzlichen Dank für die Informationen!!

    Hab heute die Schaltung mal aufs Steckbrett gebaut, hat nur komische Geräusche gemacht im Verstärker, hatte leider keine Zeit mehr nach Fehlern zu suchen, musste gleich weg. Jetzt hoff ich mal, dass ich nur etwas falsch gesteckt habe... sonst wird es mühsam.
    Morgen werde ich es hoffentlich rauskriegen.
    Wenn nicht werd ich das Forum mit Fragen überhäufen ;D

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Kein Wunder,

    die grundsätzliche Bedinung zum praktischen Betrieb, daß Opamps einen Gleichstrompfad an ihren Eingängen brauchen ( ja, auch solche mit FET-Eingang!), wurde nicht eingehalten: C9 koppelt den "-"Eingang DC-mäßig ab.

    Außerdem scheint mir in der "Diskussion" um Hochpaß- und Tiefpaßwirkung von Bauteilen die grundsätzliche Funktion von R7 und R8 - nämlich der Verstärkungseinstellung eines nichtinvertierenden Opamps - gar nicht klar zu sein, sonst würde wohl C9 nicht so unsinnig verschaltet (frequenzabhängige Gegenkopplung mittels C zwecks Bandbreitenbegrenzung und Stabilisierung eines Opamps erfordert die Plazierung des Cs direkt vom Ausgang des Opamp zu seinem invertierenden Eingang).

    Falls jemand meint, daß das alles etwas zu "hochgestochen" sei: Wir haben es hier nicht mit dem Nachbau einer bewährten Schaltung sondern mit einem "Eigenentwurf Distortion" zu tun - und dazu gehört meiner Meinung nach etwas mehr Grundwissen, z. B. über Opamps, was man sich aber durch aus aneignen kann.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Danke für den Hinweis... ich werd mich soweit wie möglich noch heute besser informieren. Soweit ich bis jetzt gelesen habe, kann ein Tiefpass innerhalb der Gegenkopplung zur Instabilität führen, somit sollte ich wohl C4 weglassen... über C9 muss ich mich noch besser erkundigen, aber ich vermute die Schaltung kommt auch ohne diesen Kondensator aus.

    Mals sehen wie weit ich mit dem theoretischen kommen werde.

    Übrigens sind im letzten geposteten Schaltplan einige Werte von bauteilen noch falsch...

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    C4 sollte man nicht weglassen. Er ermöglicht es, daß die Verstärkung für DC = 1 wird, womit man hohe Offsetspannungen am Ausgang vermeidet.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    MannMann, wenn eBernd nicht aufpassen würde ... haben wieder alle geschlafen hier ::)

    Zitat von S.o.H.

    ... Soweit ich bis jetzt gelesen habe, kann ein Tiefpass innerhalb der Gegenkopplung zur Instabilität führen, somit sollte ich wohl C4 weglassen... über C9 muss ich mich noch besser erkundigen, aber ich vermute die Schaltung kommt auch ohne diesen Kondensator aus. ...

    C4 sitzt ja gar nicht in der Gegenkoppelung, sondern C9, der dort aber durchaus eiune wünschenswerte Funktion erzielen kann, wie schon gesagt wurde.
    Tipp: Schau Dir mal die Schaltung von "Das Plus" (MXR Distortion+) an http://diy.musikding.de/berichte/eff/d…r/schematic.gif, dann siehst Du, dass das durchaus so ähnlich bereits gemacht wurde.

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Hallo,

    Zitat

    C4 sitzt ja gar nicht in der Gegenkoppelung, sondern C9, der dort aber durchaus eiune wünschenswerte Funktion erzielen kann

    ja, schon - aber so eingebaut läßt C9 den Opamp im NF-Bereich quasi ohne Gegenkopplung laufen. C9 muß von Pin 2 direkt auf Pin 6.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    War mir gar nicht bewusst, dass ich R7 und C9 in Serie hatte... :-[ Danke für die Unterstüzung, hab es abgeändert und aufs Steckbrett gebracht, und mal am Verstärker ausprobiert, allerdings verstummt der Klang viel zu schnell, und erklingt bicht wenn ich die Saiten schwach anschlage...
    Den Tone Control habe ich mal weggelassen auf dem Steckbrett... beim ausprobieren habe ich die Silizium Dioden genommen...
    Es kann theoretisch auch sein dass das Steckbrett irgendwo einen Schaden hat und an einer Stelle Kontakt herstellt, wo es nicht sollte... (War anfangs das Problem, einige Steckkontakte waren an einer Stelle defekt und schlossen den Kreislauf kurz... ) Aber ich im Moment eigentlich nicht, dass es noch weitere Schäden am Brett hat.
    Die gesteckte Schaltung habe ich mehrmals kontrolliert und die sollte korrekt sein...

    An was liegt es wohl das der Sound so abgehackt wird? Ist der Strom zu schwach? Was denkt ihr? Wäre sehr froh um eure Unterstützung.

    Ich hab noch kurz ein Soundfile aufgenommen, klingt zwar nicht so satt, aber es sollte mein Problem vedeutlichen.

    Das verbesserte Schema ist auch im Anhang.

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Das klingt ja krank. Mein FuzzFace ist auch mal so abgestorben, da war ein Kondensator zu gross...

    Gab's hier nicht letztens nen Thread über einen "Furz Face" oder "Furz Factory"? Genau so stelle ich mir den Sound davon vor ;D

    Sorry, qualifizierteres kann ich leider nicht liefern. Ich verfolge das sowieso mit Staunen. Ich bin halt doch eher ein Bekannte-Schaltung-Nachbauer-Bastler...

    Viel Erfolg!
    Forbi

    (hast Du schon nen Namen für das Wunderwerk?)

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Zitat von forbi

    (hast Du schon nen Namen für das Wunderwerk?)


    Ne... hat im Moment nicht so seine Priorität :D Hoff bring dieses Ding am Wochendende fertig... will es endlich abschliessen.

    Zitat von eBernd


    Kleiner Tipp: Mal den Arbeitspunkt des Opamp messen...

    Gruß, Bernd

    Danke für den Tipp... hab kurz im Inet nachgeforscht, aber nichts schlaues über den "Arbeitspunkt" gefunden... hab noch nie davon gehört... :-[ Werd morgen (d.h. heute in ein paar Stunden...) mal meine Literatur konsultieren und sehen ob ich schlauer werde... wenn nicht würde ich mich über einen weiteren kleinen Hinweis freuen! :-\

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    kling ja lustig.

    ich würde erstmal die Spannung am Ein- und Ausgang des OPV's kontrollieren. Auch beim Spielen. Kann es sein, dass die Spannung beim Anschlag abfällt oder steigt?

    das würde ich unter arbeitspunkt messen verstehen.

    wahrscheinlich musst du schrubbeln um das zu messen weil das digitale messgerät zu langsam ist. deshalb hätte ich gerne ein analoges.

    gruß qwertzui.


    und noch eins: wenn du jetzt (wovon ich mal stark ausgehe) infiziert bist ist das ding NIE fertig. ;D

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    So, da bin ich mal wieder :D

    War recht beschäftigt in den letzten Tagen... Training, Schule usw., und natürlich auch noch die Fehlersuche.
    Seit heute Abend klingt der Effekt (immer noch auf Steckbrett) ganz ordentlich *freu*
    Das beschriebene Problem bleibt (in viel weniger schlimmer Form) nur noch wenn ich mit meiner Jackson (siehe Bild :D) auf dem Bridgepickup spiele... ist ein aktives EMG 81
    Spiele ich auf meiner alten Yamaha, mit passiven Humbuckern klingt alles so wie es sollte und auch beim Neckpickup auf der Jackson klingt es schön satt...

    Das habe ich bis jetzt noch nicht gelöst, so weit meine Messung stimmt hat der Tonabnehmer am Hals der Jackson (bei dem funktionierts) eine etwas höhere Ausgansspannung... kann sein das bei der Brückenposition die Spannung schlichtweg noch ein bisschen Boost ertragen würde. Wie seht ihr das? Schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich zeichen mir jetzt mal ein Layout für die Lochrasterplatine und suche weiter eine Lösung für das beschriebene Problem... immerhin spiele ich meistens auf dem "Problempickup"

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Das noch verbliebene Problem scheint die Schaltung Deiner Klampfe zu sein.
    Wenn ich mich recht erinnere hat die Warrior nur ein Volume- und ein Tonpoti. Weiterhin einen Umschalter für die PU'S Neck->Beide->Bridge.
    Trotz höherer Wicklungszahlen klingt der Bridge-PU oft etwas dünner.
    Du mußt Deinen Effekt nach dem Bridge-PU auslegen und den Überschuß beim Umschalten mit dem Volume-Poti an der Klampfe ausgleichen.
    Meine MHX und auch einige BC-Rich haben ähnliche Probs.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    Rockopa58:
    Danke vielmals für dei Infos... scheint mir irgendwie logisch zu sein, da an der Bridge die saite weniger heftig schwingt als beim Neck wird dort ja weohl auch weniger Spannung induziert... Mal sehen was sich da machen lässt, ich weiss nicht ob schlichtweg der opamp nicht fähig ist mit dieser spannung umzugehen, ist evtl zu klein. Dann müsste ich mich nach einer anderen Variante umschauen um das Signal zu verstärken.


    @ nessbass:
    hab ein paar Widerstandwerte geändert, ein Kondensator weggelassen der wohl einen zu hohen kapazitiven Widerstand geliefert hat und ausserdem noch zwei kleine Defekte am Steckbrett festgestellt, was äusserst ärgerlich ist!

    Ich habe die Schaltung gerade eben auch noch mit dem Tone Control getestet (hatte ich vorher weggelassen), funktioniert fein, allerdings wird es damit sehr leise, mal sehen, vielleicht hilft ein nachgeschalteter opamp... weiss dass gerade jemand?

    MfG S.o.H.

  • Re: Eigenentwurf Distortion

    So würde ich auch vorgehen, ja. Einfach eine Opampstufe mit Verstärkungsfaktor 2 bis 3 (ausprobieren) hinter die Tonregelung und fertig.

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